Ein wenig Melancholie

und Traurigsein wirkt Wunder 🙂

Nach einer sehr kurzen Nacht, da ich nicht eingeschlafen bin und als es dann doch passierte, dauernd aufgewacht bin, stand ich heute morgen vor dem Wecker gut gelaunt auf 🙂 War super pünktlich um 7 Uhr auf der Arbeit und zur Überraschung von zwei meiner Mitarbeiter gut gelaunt und sehr kommunikativ, was sonst um diese Zeit gar nicht geht.

Da will ich ja einfach mal hoffen, das es so bleibt.

Früher hab mich mir diese Melancholie/Traurigseinphasen einfach „gegönnt“ und sie zugelassen. Später irgendwann hab ich sie total verdrängt, was dann zu hektischem Säuberungsaktionen im Haus führte, unter anderem abends um 22 Uhr Fenster zu putzen 😉 Den Putzfimmel hab ich aber immer noch, eigentlich von früher Jugend an.

Seit ein paar Jahren lass ich diese Traurigkeitsphasen aber wieder zu. So zwei/drei Tage, meist im November, danach kann es wieder aufwärts gehen. Das Wegzudrücken verlängert nur die Unwohlseinphase. Ich sag immer, einmal runter, dann kann es wieder bergauf gehen. Und es ist gut, wenn ich dann alleine bin. Jim kann das nicht nachvollziehen und fragt dann gefühlt alle 5 Minuten ob es mir gut geht. Zwar sag ich ihm dann, das hat nichts mit Dir zu tun, lass mich einfach, aber er bringt es nicht fertig der arme Schatz. Nun in der Fernbeziehung hab ich also wieder den Raum dafür.

Heute morgen im Auto ist die CD natürlich rund gelaufen. *lach* ist schon merkwürdig wie man sich ausdrückt. Da lief nix rund! Ich hab die CD gestern abend gerippt, natürlich in 256kbps, damit die mp3s besser klingen, auf die SDCard geschoben und ins Auto gepackt 🙂 Meine Musik muss immer bei mir sein 🙂

Gleich um 9 Uhr die berüchtigte Videokonferenz mit meinem Chef und meine Kollegen, bin mal gespannt welche Profilneurosen meine AL Kollegen heute wieder an den Tag legen. Irgendwie denken sie immer noch alle sie müssen sich bei dem neuen beweisen. Mein Redeanteil ist da immer recht gering. Denn ich warte nicht erst auf die VidKon um mich mit ihm abzustimmen und glänzen vor meinen Kollegen brauch ich auch nicht, denn ich weiß das ich gut bin 😀  Wie man gerade feststellen kann, hat das Älterwerden und 30 Jahre Firmenzugehörigkeit incl. Berufserfahrung, mich in der Richtung mehr als selbstbewußt werden lassen 🙂

Am späten Nachmittag geht es dann los, ich hab fast eine Stunde Autofahrt bis zum Osteopathen, bin gespannt was der mir erzählt. Das Gute danach ist, daß ich im gleichen Ort dann meine Schwester besuchen kann, die ist ja vor 4 Jahren an den Arsch der Welt gezogen ;). Ein warmes Abendessen hab ich mir schon vor 2 Wochen für heute bestellt. Ich hoffe sie hat es nicht vergessen 😉

In diesem Sinne: Carpe diem!

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Face your fears

Wir alle kennen den Spruch: Stell Dich Deinen Ängsten, sonst fressen sie dich. Stell Dich deinen Problemen, sonst übermannen sie dich. Stell dich deinem Leben sonst lebst Du nicht…

Ich könnte so weiterschreiben ich glaube der Sinn kam an. Der/die Sprüche haben ganz viel Wahrheit. Unbestritten! Aber ist man nicht manchmal einfach nur müde?! Denkt man manchmal nicht einfach nur: Scheiss drauf, dann ist es eben so?! Und warum hat man dann ein schlechtes Gewissen?

Mir fehlt momentan für vieles die Kraft. Ich will zu keinem Arzt, der Tinnitus nervt. Ich spiele die Woche weiter mit den verschiedenen Medis rum. Aber diese Ambivalenz, nicht zum Arzt zu wollen und dann verärgert zu sein, weil ich nicht vor März einen Termin bekomme…, das nervt mich! Nervt mich an mir.

Und ja, ich stell mich meinen Problemen. Jeden Tag! Ich steh auf und geh zur Arbeit. Trotz des Fußes, trotz der dicken Augen, trotz dem Tinnitus. Gefühlt, alles Dinge denen ich mich schon tausendmal gestellt hab, aber sie nicht ABstellen kann.

Das heißt mich damit arrangieren. Auch mit dem blöden Kreislauf der daraus entsteht. Letztlich will ich einfach nur sagen: Man darf müde sein, müde sich dem alltäglichen Mist zu stellen. Man darf nur nicht aufgeben. Aber wer sagt denn, daß alle Probleme immer sofort angegangen werden müssen?!

Wer hat diesen Gedanken in mir gepflanzt? Denn so bin ich gestrickt. Alle Probleme, aber auch die guten und schönen Dinge, werden sofort angegangen. Dieser „Elan“ ist zum kotzen. Es macht mich zu einem verlässlichen Partner, Freund, Chef und Arbeitskollegen. Aber zu welchem Preis?

Das Leben besteht aus Verpflichtungen. Nicht aus Herausforderungen oder neudeutsch Challenges. Das Leben besteht aus ganz viel Freude. Es besteht eben aus beidem. Manchmal überwiegt der eine Part, manchmal der Andere und so wird irgendwann wieder ein Gleichgewicht geschaffen.

Manchmal hasse ich mich für mein gelebtes Lebensmotto: Augen zu und durch!

Es ist mir am WE wieder bewußt geworden, das ist mein Lebensmotto. Nicht der Schwachsinn: Lebe Deine Träume etc. Nein, Augen zu und durch.

Und das mache ich seit fast 50 Jahren meisterlich. Vieles hat sich dadurch zu richtig Gutem gewendet. Sicher hat das Motto mir auch Chancen versaut, denn oftmals liegt das Schöne auf einem Umweg. Aber Roberto macht die Augen zu und geht geradeaus durch. Vor allem wenn es schlimm wird, gerade wenn es schlimm wird in meinem Leben.

Keine Sorge, es ist nichts weltbewegendes am WE passiert. Mit Jim ist alles in Ordnung. Ich hab am WE gekocht und wir haben fast den ganzen Samstag gepennt. Also alles gut. Klavier kam zu kurz, aber erzähl mal was Neues ;). Nein, wirklich alles gut, aber ich frage mich, ob in mir alles gut ist. Vom körperlichen gerade mal abgesehen. Die Zeit die bleibt wird knapper. Die Kraft, die Augen zu schließen und geradeaus „durchzugehen“, weniger.

Willkommen im Montag.

Paßt auf Euch auf da draußen!

Geschafft

Ja, irgendwie ganz vieles diese Woche schon.

Und als ich heute mittag vom Einkaufen zurück fuhr, für den Weihnachtskäse aber dazu mehr, stellte sich so das Gefühl ein: Das Jahr ist geschafft:

  • Alle Mitarbeitergespräche diese Woche geführt und Ziele für das nächste Jahr abgeschlossen und vereinbart
  • Heute abend den Weihnachtskäse
  • Und die Steuererklärungen sind gemacht

Irgendwie stellte sich so ein ruhiges Gefühl ein. Der Morgen war noch hektisch und vollgepackt. Dann bin ich mit HS einkaufen. Ich veranstalte ja jedes Jahr Anfang Dezember den Weihnachtskäse. Ich bringe von zu Hause einen erlesenen Rotwein mit, kaufe leckeren Käse, Baguette und sonstige weihnachtlichen Süßigkeiten, baue das alles in meinem Büro mit HS auf (er ist meine helfende Weihnachtselfe), wir dekorieren alles weihnachtlich und dann gibt es ab halb 4 das gemütliche Beisammensein meiner Abteilung. wp-1480623080916.png Ich mache das auch schon viele Jahre, bezahle das auch von meinem Geld und es ist unsere kleine interne Weihnachtsfeier. Ein Ausklang des Jahres auch, bevor sich die Leute reihum in den Urlaub verabschieden und wir nicht mehr alle zusammenkommen.
Ich genieße das immer sehr, denn ich bin stolz auf meine Abteilung, auf meine Leute und bin froh, daß ich so tolle Mitarbeiter hab. (Wenn ich auch aus Ungedanken keinen Nikolaus bekomme 😉 )

Der heutige Weihnachtskäse war wieder richtig gemütlich, mit schönen und guten Gesprächen, auch privater Natur und ja, er hat mich ein wenig Weihnachten näher gebracht. Dafür bin ich dankbar, wie für vieles gerade.

Das Leben ist kostbar. Unter dem Aspekt hab ich den Weihnachtskäse heute auch gesehen, denn heute Nachmittag hab ich eine unschöne WhatsApp erhalten, der Mann meiner Cousine (knapp über 50) ist gestern an Knochenkrebs gestorben…

Ich will leben und das Leben genießen, bis zum letzten Atemzug. Denn der kommt ja anscheinend früh genug… Zweifel und Angst über Board werfen und leben in vollen Zügen. Denn mein jetziges Wissen sagt mir das ich nur das eine Leben hab!

Paßt auf Euch auf da draußen!

Zeit

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– Zeit die zu schnell verinnt
– Zeit die einem fehlt
– Zeit die man sucht
– Zeit die einen findet
– Zeit die einem noch bleibt
– Zeit mit dem Partner
– Zeit für sich alleine

Ist Euch schon mal aufgefallen, wie stark sich unser Leben um Zeit dreht und wie oft wir ihr nachlaufen, Zeit wollen für Dinge/Tätigkeiten die wir vermissen?
Nie haben wir genug Zeit, sie ist immer Mangelware, dabei gibt es sie ja umsonst.
Aber warum haben wir dann nie genug davon? Da sie ja umsonst ist, liegt ja auch genug herum! Bei den meisten von uns so 70-80 Jahre. Gehen wir zu verschwenderisch damit um? Lassen wir andere mit unserer Zeit zu verschwenderisch umgehen? Gibt es überhaut meine Zeit, oder ist es irgendwie egal wie gestaltet, immer UNSERE Zeit?
Wie stark bestimme ich über mich selbst und MEINE Zeit?

Witzig, alles Dinge die mich gerade beschäfigten. Also kommt der Abriß über das WE später. Weil die Zeit knapp ist? Nein, weil ich mich bewußt entscheide es so zu machen. Die Zeit ist auch gerne eine Ausrede, für Dinge die wir nicht machen wollen! Teilweise strapazieren wir diese arg.

Manchmal kommt mir die Zeit wie ein Monster vor, manchmal wie ein Liebhaber. Aber oft sehe ich sie negativ, weil sie rennt. Dabei ist sie doch nur ein Ding und kann nicht rennen. Ist die Zeit denn ein Ding? Oder personalisieren wir sie um sie besser anklagen zu können. Ein Feindbild aufzubauen? Denn wer hat denn ein freundliches Wort für die böse Zeit über? Die einfach, obwohl genug da ist, sich dauernd verzieht und uns alleine läßt, mit unserer großen Zeitnot!

Letztlich sind wir es uns selbst schuldig, die Zeit positiv zu sehen. Sie wurde uns geschenkt und nur wir, ja wir persönlich lassen sie uns stehlen und benutzen sie teilweise arg böse. Die Zeit kann nichts dafür, außer, das sie weniger wird. In genau abgemessenen Schritten, nie zu schnell, nie zu langsam, aber stetig abnehmend. Aber dadurch kann sie auch zu unserem Freund werden.

Geschafft!

Ich bin zu Hause. Die Feier war sehr schön und es hat mir sehr gut gefallen mit meinen engsten Arbeitskollegen und Mitarbeitern dieses vorweihnachtliche Fest zu haben. Meine kleine Truppe. Ich bin stolz auf uns.

Nun genieße ich einen GT und höre im Hintergrund Gregorian. Es ist mir einfach danach 🙂

Ja, ein wenig Melancholie, aber das ist ja auch mal ganz schön.

Der Telefonshop hat sich gemeldet und sich die Adresse noch mal bestätigen lassen. Die sitzen angeblich in UK aber das Englisch ist so mies mit dem sie die Anfrage gestellt haben… da ist bestimmt ein Mitarbeiter in China dran 😉

Egal, Hauptsache sie haben nun die richtige Adresse 😀

Habe heute mein 10″ Tablet mitgehabt, in das kann man auch eine Simkarte einlegen und darüber dann WhatsApp gemacht. Über WhatsAppWeb ist das ja ganz o.k. Allerdings ist so ein 10″ Tablet am Ohr ein wenig affig 😉

Gerade läuft: Now we are free. Ist eigentlich von einer Frau und aus dem Film Gladiator. Wunderschönes Stück und ich liebe es. Es nun vergregorianisiert zu hören ist ganz interessant, aber das Original ist besser.

Sowieso ist der Film Gladiator einer meiner Lieblingsfilme. Liebe über den Tod hinaus, wunderbar dargestellt, überhaupt nicht kitschig. Ich kann den Film nur jedem empfehlen. Hatte ihn damals in Basel gesehen, mit M. in Englisch. Mein Englisch war damals noch nicht so gut, aber die Message kam an. Als ich mir dann die DVD gekauft hatte, hab ich ihn mir auch auf Englisch angeschaut, denn das paßte. Die deutsche Synchro gefiel mir nicht.

Der Film hat mich damals wahnsinnig bewegt, heute noch, ich kann darin versinken. Vor allem aber in der wunderbaren Filmmusik… Falls ihr mal in das Orignal des Liedes reinhören wollt. Hier der Link.

Noch ein wenig surfen und runterkommen.

Das Leben ist schön!

Gute Nacht da draußen!