Aller guten Dinge sind Drei

das ist ein wirklich altes Sprichwort und es bewahrheitet sich irgendwie immer 😉 Im Verlauf von nur einer Woche bin ich evangelisch geworden, hab zum 2. Mal geheiratet (zum Glück den gleichen Mann 😉  ) und bin 50 geworden 🙂  In dem Kanon kann ich gleich weitermachen und zwar werde ich meinen Mann ja nächstes Jahr zum 3. Mal heiraten, dann eben noch kirchlich 🙂 Aber ich glaube ich geh mal chronologisch vor 😉

Freitag abend war recht gechillt. Mein Mann kam bei unserem Lieblingschinesen telefonisch nicht durch, also sind wir hingefahren und haben dort gegessen 🙂 Geht ja auch 😉  Den Samstag haben wir recht gemütlich begonnen, im Haus rumgeräumt, den neuen Staubsauger im Ankleidezimmer (3. Etage) versteckt am Schrank montiert (ich sag nur, drei Etagen und einen Staubsauger mit Schlitten, du machst Dich tot…) eine neue Lampe im Esszimmer im Schrank montiert (die Ecke war uns immer zu dunkel) und drauf gewartet, daß die Pfarrerin sich meldet 🙂 Das tat sie auch gegen halb 5 und fragte telefonisch an, ob sie vorbeikommen könne, dann können wir auch gleich das erste Vorbereitungsgespräch für die Trauung nächsten Juni führen 🙂
Ich sagte gleich zu und dann war meine Aufregung ganz ganz groß 🙂 Nachdem sie eingetroffen war, ihren Kaffee hatte, haben wir ein wenig SmallTalk gehalten zu dritt. Und dann sagte sie: Dann laß uns mal anfangen mein Lieber. Sie öffnete ihre Unterlagen und gab mir zwei Formulare, die ich ausfüllen mußte und sie half mir dabei. Zwischendrin hielten wir quasi das Gespräch wie ich nun zu meiner Entscheidung gelangt sei. Sie strahlte, ich strahlte und dann sagte sie: Ich freue mich sehr über Deine Entscheidung, ich hab ja gedacht Du würdest der katholischen Kirche wieder beitreten, umso mehr freut es mich, daß Du Dich für uns und die evangelische Kirche entschieden hast und ich höre, sehe und fühle, daß Du es dir mehr als reiflich überlegt hast.  Das tat so gut, das aus ihrem Mund zu hören. IMG_20171123_153642.jpg Als ich das Formular komplett ausgefüllt hatte, unterschrieben hatte, gab ich es ihr und sie zeigte mir dann die Stelle an der stand: Das Formular bitte an den zuständigen Pfarrer weiterleiten. Sie sagte daraufhin: Das hast Du hiermit getan und ich begrüße Dich ganz herzlich in unserer Gemeinde. Willkommen in der evangelischen Kirche. Und dann drückten wir uns 🙂 Sie schenkte mir die beiden Bücher und Jim mache ein Bild von ihr und mir mit meiner Erklärung. Diese wird nun noch gesiegelt und ich erhalte diese später. Sie fragte mich ob ich eine öffentliche Aufnahme wünsche, was kein Muß ist. Eine öffentliche Aufnahme findet nach einem Gottesdienst statt, 3-4 Damen und Herren aus dem Presbyterium wären auch anwesend, auch T&A (die ich von der Irlandreise schon kenne und sehr mag) würden auch noch ein paar Worte sagen und mich offiziell Willkommen heißen und ich würde da noch einmal vor allen gefragt, ob ich beitreten will und kann dies dann kundtun 🙂 In dem Zusammenhang könnte ich dann auch meine gesiegelte Beitrittserklärung bekommen. Ich bejahte gleich und sie meinte: Das finde ich sehr schön, daß Du den Weg gehst. Einfach nur ein Formular unterschreiben wäre irgendwie so, als würde man einem Verein beitreten. Und da hat sie absolut recht 🙂  Wir haben für Januar auch gleich den Termin festgelegt 🙂 Danach führten wir zu dritt das erste Traugespräch, wo sie erstmal alle Daten aufnahm und kurz die Trauungszeremonie skizzierte. Sie meinte ja, daß ich mit CB sicher den Gottesdienst selbst gestalten wolle, auch mit der Schola, sie würde uns gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen, sie würde auch alles mitmachen, wir sollten nicht scheuen zu fragen. Es wäre unser Tag und sie will ihn mit uns so gestalten wie wir uns unseren Tag und Gottes Segen vorstellen 🙂 Schön wars und mir war wirklich warm ums Herz 🙂

Am Sonntag morgen hat sich der Evangele in den katholischen Gottesdienst bemüht, hat auch an der Eucharistiefeier teilgenommen und danach haben wir die Scholaprobe gehalten. Zu Hause gab es später lecker Frühstück und schließlich ging es auf Rezeptsuche. Letztlich  habe ich mich endlich für ein Gericht entschieden, daß ich Dienstag kochen wollte: Es gab Jambalaya (zumindest was ähnliches 😉 da ich den Reis nicht mitgeschmort hatte, den gab es getrennt dazu). Danach Einkaufszettel gemacht und den restlichen Tag vergammelt 🙂

Montag stand im Zeichen der Vorbereitungen und Einkaufen, NACH dem Standesamt. Wir sind kurz nach 7 aufgestanden, mein Mann hat gefrühstückt (mir ist das definitiv zu früh um was zu essen) und sind 10 vor 9 zu Fuß zum Standesamt gelaufen. Im Amtszimmer kam ich mir vor wie in meiner Ausbildung vor 32 Jahren… Alte Aktenschränke, Waschbecken mit beigen Fliesen in der Ecke, ein rotes, uraltes Tastentelefon… *lach* ich fühlte mich gleich wohl. Mein Mann fühlte sich wohl, weil die sehr junge Dame die Heizung auf Karibik eingestellt hatte, es waren mindestens 25 Grad in dem Zimmer. Ich legte meine Jacke sofort ab, gefolgt vom Schal und 5 Minuten später sogar meinen Cardigan 😉  Da ich am Telefon gesagt hatte, OHNE Schnickschnack, gingen wir auch nicht ins Trauzimmer. Die nette Dame hatte alles schon vorbereitet, ging die Sachen mit uns nochmals durch und dann konnten wir unterschreiben. Wir haben zwischendrin natürlich geblödelt, ich unterschrieb zuerst und fragte ob ich auch geborener… unterschreiben müsse (hab ja bei der Verpartnerung einen Doppelnamen angenommen) und sie sagte: Ja, ja, das müssen sie. Sie war ein wenig durcheinander 😉 Jim hat auch so doofe Witze gemacht wie: Endlich können wir syri*sche Kinder adoptieren… Sie fand es witzig, ich weniger. Auf jeden Fall war die Dame angetan von uns und ein wenig durcheinander durch die Blödeleien von Jim. Als Jim unterschreiben sollte, ist ihm aufgefallen, daß sein dritter Vorname (ja ja, und Jim ist Deutscher, ich als Italiener hab nur EINEN Vornamen) falsch geschrieben war, ein L fehlte. Also mußte alles neu gedruckt werden und neu unterschrieben werden 😉 Wir hatten unseren Spaß, haben viel gelacht und nun hoffe ich, das alles richtig ist 😉 Urkunden haben wir auch, aber kein Registerauszug wie seinerzeit bei der Verpartnerung… Aber ich denke die Urkunde die Eheurkunde heißt, eine Originalunterschrift hat und einen Stempel und die absolut notwendige Registernummer, ist ausreichend 😉

Dienstag war also der große Tag gekommen, Halbzeit 😉 IMG_20171123_153904.jpg Wir waren Montag abend müde und haben nicht mehr reingefeiert 😉 Witzigerweise haben wir aber an dem Tag bis 09:30 Uhr gepennt, was wir (o.k. Jim sowieso nicht und ich ja seit Monaten nicht mehr) an dem Tag aber gar nicht haben gebrauchen können 😉 Ich, oder wir ließen uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Wir standen gemütlich auf, nachdem ich im Bett schon mein Geburtstagsständchen von meinem Mann gesungen bekam 🙂 In der Küche an der Kaffeemaschine stand plötzlich Jim hinter mir, mit einem Strauß Blumen 🙂 Ich war total überrascht und er meinte nur: Du sagst doch immer, keiner bringt Dir Blumen mit und Du magst sie doch, also hab ich Dir mal welche besorgt.  Ich fand das total lieb von ihm 🙂  und hab mich sehr gefreut, zumal ich mir so einen Strauß nie selbst ausgesucht hätte.  IMG_20171123_154404.jpg Ich finde ihn allerdings super schön und freute und freu mich immer noch sehr drüber 🙂 Danach fragte er mich, ob ich bereit wäre für mein nächstes Geschenk. Ich sagte nur, Klar doch,  und schlürfte an meinem Kaffe weiter 😉 Und dann bekam ich ein superschmales, kleines Päckchen, so von der größe einer A5-Seite, das ganze wog auch gar nix. Ich wußte überhaupt nicht, was das sein könne, weil seit 4 oder 5 Jahren gibt es die eiserne Regel: KEINE Gutscheine mehr. Jim hat noch immer eine für eine Barcelona Reise von mir, den wir immer noch nicht umgesetzt haben… Auf jeden Fall packte ich aus und es war ein Blatt mit ganz vielen KlebeTattoos mit Skorpionmotiven. Die, die man mit einem nassen Tuch auf die Haut aufträgt 🙂 Ich sagte nur zu ihm: Cool, so kriege ich ja doch noch das Tattoo 😉 Und er meinte: Genau mein Schatz. Seit wir uns kennen erzählst Du mir, daß Du ein Tattoo willst. Und nun bekommst Du eines zu Deinem 50 igsten. Bedingung: Im nächsten halben Jahr mußt Du Dir über das Motiv klar werden, ich hab mir drei Studios ausgesucht mit guten Namen, die kannst du auch noch checken und dann geht es ab! *lach* ich war total perplex und fühlte mich ein wenig überfallen. Aber Jim hat recht. Ich will mir seit über 10 Jahren einen Skorpion stechen lassen. Hatte sogar schon einen ausgesucht, mir aber nie einen Termin geholt. Und ich will ja. Von daher, war nach ein paar Schreckminuten, dann doch die Freude da und wurde im Laufe des Tages immer größer, erst recht, als ich mir für Abends IMG_20171123_154138.jpg eines der Klebetattos von Jim habe auftragen lassen 🙂 Ich war so begeistert davon, vor allem weil ich selbst fand, das es mir stand 🙂 Die meisten Gäste die kamen waren total perplex. Sie dachten ich hätte mir wirklich eines stechen lassen, vor allem an der exponierten Stelle 🙂 Auf der Party waren aus unerfindlichen Gründen Tattoos Hauptgesprächsthema und es war wirklich interessant, wie die Leute reagierten und welche Meinung sie zu Tattoos haben, zu sofort sichtbaren und welche die die Kleidung noch abdeckt etc. Der Abend war gemütlich, wir waren über den Abend verteilt ca. 20 Leute, das Essen schmeckte. Der wirklich leckere gekaufte Frankfurter Kranz aus meiner Lieblingsbäckerei war der Hit und es war wirklich gemütlich und gelungen 🙂 Eine wunderbare Entschädigung für den ganzen Tag harte Arbeit 😉 und ein wunderbarer 50. Geburtstag 🙂 mit Freunden und liebe Menschen 🙂
Auch wenn es Tag der offenen Tür war, bat ich die meisten doch bitte nicht vor 18 Uhr zu kommen, was auch fast klappte 😉  Als ich gegen halb 5 endlich ins Bad wollte, schon nakelig im oberen Flur stand, klingelte es. Jim machte auf und begrüßte eine mir in dem Moment unbekannte Stimme und rief ich solle mal runter kommen. Ich fluchte kurz, zog mir einfach eine Schlafhose über und ein Schlabbershirt und ging nach unten. Im Flur stand HH, eine Arbeitskollegin (sie hatte sich geweigert in die Küche zu gehen 😉 ) Ich war total erstaunt. Sie ist mit einem meiner direkten Arbeitskollegen enger befreundet und ich seh sie zumeist nur in der Kantine am Donnerstag. Mein Arbeitskollege zwingt mich dann mitzugehen, weil er Schnitzel essen will und ich futter dann immer die Tagessuppe nur, ich hasse Schnitzel in der Kantine. Aber ich weiche vom Thema ab. HH ist eine ganz Nette und wir unterhalten uns immer über Kunst, Musik etc. Sie ist zwar im Controlling, aber eine wahnsinnig kreative Person. Sie malt selbst, besucht Kurse, gibt Kurse, hat eine Zeitlang selbst Tiffanylampen gemacht und bleiverglaste Fensterbilder und was weiß ich nicht noch alles. Sie gestaltet auch Buchcover und malt nach Vorgaben, einige Bücher mit ihren Covern sind auch schon veröffentlicht. Auf jeden Fall hat sie mir vor einem Jahr ein Bild gezeigt, das sie für ein Buchcover gemalt hat. Sie fotografiert sie mit dem Handy und zeigt mir die Bilder immer. Als sie mir damals dieses Bild zeigte, war ich nur hin und weg. Hab ihr gesagt was das Bild in mir auslöst, hab Tränen in den Augen gehabt beim Beschreiben und sie war hin und weg. Auf meine Bitte hin, hat sie mir ein Foto von dem Bild geschickt und ich hatte es über Monate auf meinem Handy als Hintergrundbild. Vor zwei  Monaten hat sie eine Austellung mit ihren Werken gemacht, das Bild war auch dabei, sie hat aber das Bild nicht zum Verkauf freigeben, weil sie selbst an dem Bild so hing. Tja… ihr könnt es Euch denken. Sie stand in meinem Flur, hatte einen in Papier eingeschlagenen Rahmen in der Hand, zog das Papier weg und überreichte mir als Geschenk DAS Bild. Ich war sprachlos. Mir liefen die Tränen die Wangen runter und ich sagte nur: Ich kann das nicht annehmen. Sie sagte dann, auch mit Tränen in den Augen: Du bist der erste dem ein Bild von mir so nahe geht, dem es so viel bedeutet, Deine Beschreibung damals, die Gefühle die da mitschwangen. Das Bild gehört zu Dir. Ich will das Du es hast, bei Dir ist es gut aufgehoben. Ich hab das Bild dann vorsichtig hingestellt, sie nur noch gedrückt gelacht und geweint. Wir haben noch ein Wasser zusammen getrunken, sie wollte auch nicht zur Party bleiben und fuhr dann…
Am kommenden Wochenende werden wir das Bild an seinem Platz aufhängen 🙂

Die Party war in der Nacht gegen 0:30 Uhr zu Ende ohne große Zwischenfälle 😉 Jim ging gleich ins Bett, da er ja um 05:30 Uhr aufstehen und die fast 200 km nach HD fahren mußte. Dann kam meine AfterPartyZeit, die ich immer noch brauche zum Runterkommen. Die Filmmusik vom letzten Mohikaner gehört da seit über 20 Jahren dazu. Ich räume gemütlich die Spülmaschine ein. Spüle alles was nicht reingeht weg. Räume alles weg, Kühlschrank etc. Fege (saugen geht so spät ja meist nicht 😉 ) und komme so langsam runter. Der Abend geht mir nochmal durch den Kopf, eine kleine Nachlese der schönsten Momente und das Gefühl gesegnet zu sein, mit meinen Freunden, meiner Familie, mit meinem Leben. Das ist meine AfterPartyZeit die genauso dazu gehört wie die Party selbst. Gegen halb 3 drei bin ich dann ins Bett. Jims Wecker weckte mich natürlich auch, ich bin um 7 Uhr aufgestanden und hab weiter aufgeräumt. *lach* der Tag war von recht viel Müdigkeit überschattet, bei der Massage um 17 Uhr bin ich auf dem Tisch eingepennt. Ich hab es mir aber als neuer Evangele nicht nehmen lassen um 19 Uhr den Gottesdienst zum Buß- und Bettag zu besuchen.

Ich bin angekommen und das fühl ich ganz tief in mir 🙂 50 ist toll 🙂

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Igendwie

gibt es nicht viel zu berichten. Die Tage verlaufen recht gleichmäßig. Sehr viel zu tun im Büro. Boss stresst mit Sonderwünschen die er nicht klar formulieren kann und auf Rückfragen bekommt man schwammige Antworten 😦  Das alleine nervt ja schon!

Abends bin ich hundemüde und da ich auch irgendwie immer was vorhab war ich gestern auch nicht mehr am Klavier, nach der KG war mir nicht mehr danach. Hab dann lieber im TV The Taste geschaut und mich über die Bekloppten amüsiert 😉 Nee ich mag die Sendung, aber manche Kommentare sind schon echt arg, aber das ist vielleicht der Grund warum ich es auch gern schaue. Gut nur das der Mä*lzer raus ist, der geht mir ja so schon auf den Sack wenn ich ihn sehe, in der Sendung konnte ich ihn überhaupt nicht ab.

Bevor ich es wieder vergesse: Am WE hab wir den Film Lion gesehen. Eine wahre Geschichte über einen Jungen der verlorenging und nach über 20 Jahren seine Mutter wiederfindet. Eine Geschichte die zu Herzen geht, aber auch viel zum Nachdenken anregt. Die Filmusik von Lion, von Dustin O´Halloran, einfach wunderbar, sehr viel Klavier, das Maintheme einfach nur ansprechend… Irgendwann schau ich mal nach den Noten 😉

Mein Vater hat heute Geburtstag. Es ist wie immer, daß sich das Datum ja schon 2-3 Tage vorher in meinem Bauch bemerkbar macht. Ich hab heute morgen an ihn gedacht, er wäre 79 Jahre alt geworden (geschafft hat er ja nur 41 und davon war er die letzten 4 Jahre schwer krank). Ich werde ihn heute abend in mein Gebet mit einschließen und ihm auch auf der Terrasse eine Kerze anzünden. Frieden in mir mit ihm finden… (den ich ja schon gefunden zu haben glaubte…) auf jeden Fall ist es ein Schritt dahin.

S_DSCN1705 In diesem Zusammenhang ein friedliches Bild aus Irland, von meinem geliebten Meer, meiner geliebten Insel und all den guten Wünschen und Dingen, die ich mir an diesem Ort vorstellen konnte. Das Leben fühlen konnte in all seiner Schönheit und mich wunderbar klein, aber zum Universum dazugehörig fühlte im Angesicht der Pracht dieser Klippen, dem wogenden Meer und der unendlich guten Luft 🙂

Paßt auf Euch auf da draußen!

Da macht und tut man

und dann klappt es doch nicht 😉 Ich rede von der Klavierstunde. Das Adagio läuft ja besser (noch lange nicht gut, aber eben viel besser) und ich kann es CB nicht vorspielen… Total nervös war ich, die Dinge die zu Hause saßen liefen nicht etc. Das hatte ich schon lange nicht mehr bei ihr so verspürt. Das liegt aber wohl auch daran, daß in dem Andante mittlerweile viel meiner kostbaren Zeit liegt und ich es „beweisen“ wollte. CB hat sich einen gegrinst und Verständnis gezeigt und meinte: Ich fühle mit Dir. Seit dem ich wieder Unterricht hab, geht es mir genau so. Sie hat vor einem halben Jahr bei einem Kollegen der den A-Schein für Orgelmusik/Kirchenmusik hat, (sie hat den C-Schein, dafür muß man nicht studieren, aber eine zwei, oder dreijährige Ausbildung machen, soweit ich das noch im Kopf hab)selbst wieder mit Stunden angefangen und ihr geht es nämlich genau so :). Der Kollege ist ein ganz netter, total in seine Musik verliebt und arbeitet in einer der Nachbarpfarreien. Da CB für den Kollegen schon super viel Gottesdienste als Vertretung gespielt hat, hat er ihr angeboten ihr Stunden zu geben, da er diese ganzen Gottesdienststunden nie zurückspielen kann. Zuerst hatte CB große Scheu, denn bei einem Kollegen, der das gleiche wie sie macht und evtl. auch Konkurrent ist (wenn mal wieder bei ins Stellen zusammengestrichen werden in der Gemeinde) sich so zu offenbaren, ist natürlich nicht ganz einfach. Sie hat es aber gemacht. Und wenn ich dann manchmal sehe, welche Übungsaufgaben sie hat, dann muß ich echt kotzen. Ja kotzen, das würde NIEMALS in mein Gehirn reingehen. 2 Manuale und 1 Pedal zu bedienen (also DREI Notenzeilen lesen und rechts, links und mit beiden Füßen spielen), zwischen drin noch die Orgel zu registrieren etc. ist ja sowieso schon Wahnsinn und das kann sie ja auch, sonst wäre sie nicht Organistin. Aber dann die Übungen, wo sie dann zwischen drin aus dem Kopf transponieren soll, selbst eine Begleitung spielen soll (und nicht nur einfach Akkorde legen, sondern quasi beim Spielen in der Begleitung sich um die Melodie rumwinden soll etc. ) da bekomme ich alleine beim Erklären, was sie üben soll Kopfschmerzen…
Tja und wenn sie ihm dann vorspielen muß, geht es ihr wie mir 😀 und das ist doch positiv. Ich fühl mich dann nicht ganz so blöd. Ach ja, den Orgelunterricht bei ihr merkt man schon seit ein paar Wochen im Gottesdienst, sie spielt „aufwendiger“. Kanns nicht besser beschreiben 🙂
O.K. zurück zu mir 😉 Das Adagio läuft besser, nur nicht wenn ich es vorspiele. In der Stunde hab ich mir dann noch gewünscht, mein drittes Enya-Stück anzufangen, Watermark, das älteste von Enya das ich kenne. Hier in der Pianoversion (die gefällt mir am Besten, weil es auch die Geschwindigkeit ist, in der ich es spielen werde, einfach medidativ). Ich freu mich schon drauf 🙂

Der Dienstag wurde von mir dann zelebriert 🙂 Sprich ich hab tatsächlich bis kurz vor 10 Uhr schlafen können, was sehr gut tat. Danach mit meinem Mann gemütlich gefrühstückt und dann raus an die frische Luft. Fast 2 Stunden übers Feld und am Waldrand vorbei. Unser Weg führte auch am Friedhof vorbei und ich sagte Jim: Ich wohne nun schon seit 21 Jahren hier in dem Ort und hab mir noch nie den Friedhof angeschaut (meine Familie und Freunde (gar nicht drüber nachdenken…) liegen alle im Nachbarort, aus dem wir stammen). Jim wollte zuerst nicht, aber wir gingen doch dann über den Friedhof. Der ist wunderschön angelegt, mit einem Stückchen Wald und in Terrassen. Er hat 5 Ebenen ins Tal runter und strahlt wirklich Ruhe und Frieden aus. Mir war nicht bewußt, das der so schön ist. Mit tut sowas ja ganz gut. Die Sonne schien, hab ein paar Gräber mir angeschaut, in mir kam ich zur Ruhe. Jim hat dann ein wenig gedrängt zu gehen und wir sind durch den Ort und das Neubaugebiet zurück und haben uns noch Häuser angeschaut. Letztlich kamen wir bei EINEM auf einen gemeinsamen Nenner, das wir nehmen würden… Wir haben erkannt, daß wir es mit unserem gut getroffen haben, wenn auch der Garten zu klein ist und Du von 7 Nachbarn quasi umzingelt bist…

Danach hab ich mich mit der Technik rumgeschlagen über eine Stunde, ich sag nur Alexa & Co lassen grüßen. Vor allem Grüße an die WLAN-Verstärker etc. Um es mal zusammenzufassen: Es geht nichts über ein gutes Kabel (keine Verbindungsabbrüche) und Schalter (statt der Stimme) um Dinge an- und auszuschalten. Aber die TechnikTucke in mir wollte ja den ganzen Mist, also muß ich damit auch leben 😉

Als ich mich davon losreißen konnte, ging es ans Klavier. Aber ich hab nur alte Stücke wiederholt, an den beiden Enya Stücken rumgeschliffen und bei dem Neuen angefangen, mir die Begleitung anzuschauen, vor allem mit dem Übergreifen 🙂 Zum Glück hab ich die Nuvole gelernt, da ist das Gang und Gebe, zwar andere Griffe, aber das ständige Übergreifen in der Begleitung erschrickt mich nicht mehr 🙂

Abends ging es ins Kino. Neuverfilmung von ES. Ich sag mal so: Geschmackssache. Mir gefiel seinerzeit ja auch die Fernsehverfilmung, von daher hätte ich es nicht neu verfilmt. Zumal gefühlt die Zeit dafür abgelaufen ist, das war halt 80iger, 90iger. Damals las ich auch noch King, aber jetzt paßt es nicht mehr. Ob wir uns noch den 2. Teil ansehen, wenn er rauskommt, wissen wir nicht. Jim faßte es ganz gut zusammen: Der Film erinnert mich an die Goonies. Die Goonies, Kultfilm 🙂 Ich kann mir auch nicht vorstellen, diesen in einer Neuverfilmung zu sehen…

Ach ja, die Bestrahlung… Heute morgen die 5. gehabt. Mal sehen ob es was hilft. Der Fuß tut mehr weh, als nach Irland… Angeblich ein gutes Zeichen…

So, nun muß ich mal ran. Morgen und Freitag Düdo… Ich hab ehrlich gesagt NULL Bock dazu!

Paßt auf Euch auf da draußen!

Viel zu tun, aber

die Müdigkeit bringt mich um den Verstand. Ich hab das Gefühl keinen klaren Gedanken fassen zu können, schlimm 😦
Dabei war ich gestern gar nicht spät im Bett. Ein wenig mehr als 6 Stunden sollte ich geschlafen haben… Aber das WE war anstrengend und von daher hab ich wohl noch Schlafbedürfnis. Das kann ich jedenfalls morgen ausleben. Egal was kommt, ich werd pennen.
Der Auftritt lief sauber ab, wir haben es geschafft. Die Kirche in der wir sangen, war riesengroß und beeindruckend und für eine katholische Kirche sehr dezent bestückt. Die Kirche wirkte nicht durch die Ausstattung, vielmehr wegen ihrer Architektur und der riesigen Deckenhöhe. Auf jeden Fall war das beeindruckend.

Klavier hab ich seit Freitag jeden Tag geübt und das Adagio läuft besser. CB hatte mir ja den Tipp gegeben immer die beiden Takte zusammen zu üben, wo der Sprung in der Begleitung zumindest mit der 1 auf der gleichen Note ist. So hab ich halbwegs ein Muster drin und muß weniger denken. Ich übe also 2 Takte weise und die spiele ich in der Schleife. Sprich ich übe sie xmal, damit die Finger alleine laufen. Desweiteren hab ich auch geübt, die Oktavgriffe in dem Stück, gerade in den beiden zusammengehörenden Takten, jeweils blind zu greifen, damit ich nicht dauenrd nach unten linsen muß, auch das erspart Zeit. Bin also mal gespannt wie heute abend in der Klavierstunde das Vorspielen klappt 😉

Sonntag nachmittag waren wir noch im Kino. Victoria & Abdul. Uns gefiel der Film sehr gut, ich mag auch Judi Dench gern spielen sehen. Die Geschichte selbst hat mich auch angerührt, also alles gut 🙂

Müde bin ich wohl auch, weil ich nun schon die komplette letzte Woche immer um halb 6 aufgestanden bin, zum einen wegen den Bestrahlungen, zum anderen wegen Arbeit und selbst am WE mußte ich früh aufstehen, wegen der Generalprobe und dem Auftritt… Ein Early Bird werd ich wohl nie 😦

Jetzt nur irgendwie den Tag rumkriegen und damit noch viel geschafft bekommen und MORGEN, Ruhe und Gammeln, nur für mich. Jim ist schon geimpft der Arme. Und um 18 Uhr in den Nachbarort ins Kino. „Es“ anschauen, als ehemaliger KingFan bin ich gespannt. Die Fernsehverfilmung seinerzeit gefiel mir ja ganz gut…

Paßt auf Euch auf da draußen!

Durchwachsen

war das WE. Das war es unter anderem weil ich mit Jim einen handfesten Krach hatte. Darüber will ich mich aber gar nicht auslassen. Bemerkenswert ist, das ich mal wieder diese Erkenntnis gewonnen hab: Alles was einen Partner am Anfang so wahnsinnig attraktiv macht, macht einen in der Beziehung später total irre. Bei uns ist es die Leichtigkeit und sich keine Gedanken um Nichts zu machen, bei Jim; was mich wahnsinnig anzog und auch immer noch anzieht (aber im Moment gerade total ankotzt) und auf der anderen Seite die Schwere, das Reflektierte, das Organisierte, das Kümmern um Alles und Jeden, bei mir, was Jim anzog und auch noch immer anzieht (ich sag nur sein Brot das ich für Freitag buk…) ihn aber gerade annervt, weil ich Freitag abend eben nicht himmelhochjauchzend war, wegen Donnerstag…, weil ich viel seelisch zu backen habe… Da reicht dann schon so ein kleiner Auslöser wie:  auf mich zukommen, mich unkontrolliert kitzeln, ich zappel, mein Tablet (das ich in der Hand hielt) knallt zu Boden und das Glas ist einziges Spinnennetz… und ich bekomm dann noch gesagt: Was läßt Du das auch fallen, nur weil ich Dich kitzel…

Nun ja, wirklich gestritten haben wir nicht. Um einen Ausbruch bei mir zu vermeiden, der Jim ungerechtfertigt getroffen hätte, hab ich eisern geschwiegen mich zurückgezogen, eine Entschuldigung verlangt, die nicht kam und so schaukelt sich das hoch. Ich penn ja bei sowas nachts nicht, deshalb war der Samstag von Müdigkeit geprägt, abends das Ausgehen auch, wir sind trotzdem bis 2 Uhr Nachts unterwegs gewesen, Sonntag hab ich dann bis kurz nach 12 mittags gepennt und Jim ist um 3 nachmittags gefahren. Wir haben uns halbwegs ausgesöhnt, aber natürlich geht das in mir weiter, dem Schweren, dem Reflektierten. Mit der Konsequenz, das ich mich zurückhalten werde und Jim wohl nichts mehr aus der Thera erzähle. Denn wenn er es schon nicht schafft, sein Gute-Laune-Programm nicht vor mir abzuspulen, wenn ich ihm die Schlimmen Dinge berichte, hab ich keinen Grund mehr wenn er es tut, weil ich ihm nichts mehr erzähle, dann kann ich mir zumindest sagen: Warum soll er sich zurückhalten? Er weiß ja nicht durch welche Scheisse ich gerade wate.

Nun hab ich doch mehr davon erzählt als ich wollte.

IMG_20170807_063408Der Samstag war ganz schön, das Kennenlernen von Freunden von Freunden war auch mal wieder schön, weil man neue Gespräche hatte. Komplimente zu bekommen, was für ein tolles Paar wir sind (grins und das obwohl wir Knatsch hatten) ist auch immer schön 🙂 Später in der Szene (für Nichtschwule: das sind Locations für Schwule, Bars, Kneipen, Straßenzüge, wo halt hauptsächlich Schwule hingehen) noch ein paar alte Bekannte getroffen, mit einem sogar wieder Handynummern getauscht, wir hatten den Kontakt wegen seinem Ex verloren, der vorher mein Ex war 😉 *grins* sprich er war mein Nachfolger, aber die beiden sind auch seit Jahren nicht mehr zusammen. Tom ist ein Netter, Skorpion halt 😉  und wir hatten immer gute Gespräche 🙂 Die Kondome haben wir in einer Szenekneipe bekommen, finde es witzig das da immer noch Leute rumlaufen und Präser verteilen und sie Dir in die Hosentaschen stecken, auch wenn Du Nein sagst 😉

Heute abend Klavierstunde (wenn CB nicht wieder auf der Baustelle festhängt)

Gestern hab ich noch länger an dem Miss Clare Remembers gearbeitet und es zum ersten Mal auswendig gespielt. Läuft dann flüssiger, außer an den Stellen wo ich nicht weiter wußte. Aber die Stellen die vorher vom Blatt hakten und die ich nun auswendig kann, laufen flüssiger 🙂 Ab jetzt spiel ich es nur noch auswendig um es drauf zu bekommen 🙂

Am WE noch einen zauberhaften Film über Musik gesehen: Once, spielt in Irland, ein Straßenmusiker und eine Musikerin die sich zufällig begegnen lernen sich kennen und machen Musik gemeinsam und der Film geht definitiv nicht so aus wie man es sich erhofft. Schöne Musik, viel Gefühl, aber nie schnulzig, ich war begeistert.

Paßt auf Euch auf da draußen!