Es ist schon wieder

Hektik angesagt, mal sehen wie lange ich an dem Eintrag in Etappen rumtippe 😉

Gestern gleich zwei schwierige Gespräche gehabt. Erst mit HS über mein Patenkind, der heute 21 wird, aussieht wie 15, Diabetiker ist und immer fetter wird. Als Pate nahm ich mir das Recht raus, mit seinem Vater mal gezielt drüber zu reden. Denn mit ihm, meinen Patensohn, hab ich kein besonderes Verhältnis. Wir mögen uns beide gegenseitig nicht wirklich, aber das entbindet mich nicht von der Verpflichtung mich in sein Leben einzumischen. Seine Eltern sind einfach zu weich, lassen ihm alles durchgehen und unterstützen jeden Mist mit dem er um die Ecke kommt. Mit seiner Mutter hatte ich deswegen vor Jahren schon Krach, also rede ich über diese Punkte nur noch mit seinem Vater. Ich will gar nicht alles wiedergeben, was schief läuft, aber es ist massiv. Und in seinem Fall auch gesundheitsgefährdend, denn massives Übergewicht bei Diabetes geht gar nicht! HS war nicht böse, ich war auch recht nüchtern und nicht aufbrausend, mal sehen was er umsetzt.

Auf dem Nachhauseweg dann endlich mal Sohn1 ans Telefon bekommen. Vor 3 Tagen hatte er Geburtstag (22), der Scheisser hat mich immer weggedrückt (klar, wenn man mit Kumpels unterwegs ist 😉  ) und ich hab es dann aufgegeben an dem Tag. Gestern hatten wir ein gutes Gespräch, er ist ja Koch, hatte nun schon 2 Stellen nach der Ausbildung und ist seit 3 Monaten arbeitslos. Ihn kotzen die Küchen an, die Chefs, die Arbeitszeiten etc. In Holland hatten wir da schon ein ernstes Gespräch. Hab ihm auch gesagt, daß wir ihn  gegebenenfalls bei einer neuen Ausbildung unterstützen, aber NUR wenn er dieses Mal für den Job brennt. Und da muß er uns überzeugen. Dummerweise hat er null Ideen was er sonst machen will, denn er kocht für sein Leben gern, arbeitet gern mit Lebensmitteln, aber nicht unter den Umständen… Schwierig! Auf jeden Fall wollte ich ihm signalisieren: Wir sind da. Rede mit uns, auch wenn es die dümmsten Ideen sind, man weiß nie was sich daraus entwickelt.
Ein ernstes Wort kam dann doch, oder eine Drohung von mir: Er hatte uns ins Holland erzählt, daß er einen Termin beim Arbeitsamt verpaßt hatte und eine Woche das Geld gesperrt bekam. Da setzte ich ihn auf den Pott. Hab ihm gesagt er solle aufhören jedem anderen die Schuld zu geben, er hat den Arsch nicht hochbekommen um dahin zu gehen und das ist nicht zu entschuldigen! Und wenn das nochmal passiert komm ich persönlich nach BO und reiße ihm den Arsch auf.  Nach einer Stunde Wut hatte er sich in Holland abreagiert und wir konnten den Urlaub dann wieder genießen zu 5… 😉 Und ja, ich muß immer der Harte sein. Jim ist da entweder zu weich, oder schreit gleich rum… Und das braucht der Junge im Moment nicht, aber ich werde den Teufel tun und ihn mit Samthandschuhen anfassen!

Zu Hause bin ich dann gleich ans Klavier ran 🙂 Und hab bemerkt: Mein Musikgarten ist wirklich schlecht gepflegt 😦  Ich kann gar nicht beschreiben was alles nicht mehr richtig läuft. Aber das war abzusehen und ich mache mir keinen Kopf drum, ist eben so!

IMG_20171108_074303.jpg Ich hab CB gestern abend das Möge die Straße vorgespielt, das flüssig lauft. Meine Herausforderung bestand ja darin, die Begleitung anhand der Akkorde zu spielen, ohne sie auszunotieren. Ich hatte mich dazu entschieden Prime, Quinte, Oktave, Quinte zu spielen (ganz viele Stücke werden so begleitet) und KEINE Umkehrungen zu spielen. Den A-moll hatte ich mit C-Dur auch ersetzt, aber nicht immer. Auf jeden Fall läuft es flüssig, aber es ist mir zu starr, es lebt nicht und zum Teil ist es mir in der Begleitung zu tief. CB hat sich dann ans Klavier gesetzt und mir das Stück mit verschiedene Begleitungen vorgespielt und auch in der Melodie was verändert und ich rief mittenrein: HALT. Was machst Du gerade rechts? Sie lachte und meinte: Ich nehme den Akkord rechts mit auf, dadurch ist es voller. Und dann lies ich es mir erklären 🙂 Im ersten Takt ist die erste Note ein A, der Akkord der dazu gespielt werden soll ein F-Dur. Sie ist also hingegangen, hat den F-Dur (F,A,C) umgekehrt, daß das A in der Quint ist (C, F, A) und eben zu dem A in der rechten Hand noch C und F gespielt, das ganze bei der Achtel  (auch ein A) wieder angeschlagen und bei dem folgenden C das C und F einach liegen lassen. Und das alles nur rechts….  Die Umkehrung ist nötig und wichtig, damit der Melodieton auf jeden Fall der höchste Ton ist, damit man die Melodie wahrnimmt. Haut man den Melodieton in die Terz oder die Prime ist das Stück ohne Melodie… Und so geht es dann durch das ganze Stück mit leichten Variationen, wo mal die Prime weggelassen wird oder im Refrain ich den vollen G7 greifen soll, oder bei den 8teln die dazugenommen Töne liegen lassen soll, sonst wird es zu unruhig…

Ich weiß gar nicht, was sie links als Begleitung gespielt hat, ich war von rechs so fasziniert 🙂 Ich hab dann mit ihr angefangen das Stück so zu erarbeiten, hab laut gestöhnt, viel mit ihr gelacht und es hat nur Spaß gemacht 🙂 Zum Anfang soll ich als Begleitung nur den Grundton des Akkords links spielen, mein armes Hirn ist sowieso schon total mit rechts überfordert, aber ich denke ich nehme links den Grundton in der Oktave, das ist voller…

Die Schwierigkeit ist, hier überhaupt mal die Akkorde zu lesen und die Finger gleich in die Umkehrung zu kriegen, damit auch ein zügiges Weiterspielen funktioniert. Vorausgesetzt man hat sofort die Noten parat (im Kopf und in den Fingern), die im Akkord drin sind um entsprechend die Prime und die Terz zu füllen 😉 Es ist eine echt geile Herausforderung und ich brenne darauf mir das Stück heute abend weiter zu erabeiten. OHNE Notierungen 🙂  Einfach gut war das gestern abend 🙂

Ach ja, Möge die Straße, wird in unserem Hochzeitsgottesdienst eines der Lieder sein, die wir mit der Gemeinde singen 🙂

Paßt auf Euch auf da draußen (der Eintrag ist ein wenig verhackt, Sorry….) 🙂

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Aller guten Dinge sind Drei

das ist ein wirklich altes Sprichwort und es bewahrheitet sich irgendwie immer 😉 Im Verlauf von nur einer Woche bin ich evangelisch geworden, hab zum 2. Mal geheiratet (zum Glück den gleichen Mann 😉  ) und bin 50 geworden 🙂  In dem Kanon kann ich gleich weitermachen und zwar werde ich meinen Mann ja nächstes Jahr zum 3. Mal heiraten, dann eben noch kirchlich 🙂 Aber ich glaube ich geh mal chronologisch vor 😉

Freitag abend war recht gechillt. Mein Mann kam bei unserem Lieblingschinesen telefonisch nicht durch, also sind wir hingefahren und haben dort gegessen 🙂 Geht ja auch 😉  Den Samstag haben wir recht gemütlich begonnen, im Haus rumgeräumt, den neuen Staubsauger im Ankleidezimmer (3. Etage) versteckt am Schrank montiert (ich sag nur, drei Etagen und einen Staubsauger mit Schlitten, du machst Dich tot…) eine neue Lampe im Esszimmer im Schrank montiert (die Ecke war uns immer zu dunkel) und drauf gewartet, daß die Pfarrerin sich meldet 🙂 Das tat sie auch gegen halb 5 und fragte telefonisch an, ob sie vorbeikommen könne, dann können wir auch gleich das erste Vorbereitungsgespräch für die Trauung nächsten Juni führen 🙂
Ich sagte gleich zu und dann war meine Aufregung ganz ganz groß 🙂 Nachdem sie eingetroffen war, ihren Kaffee hatte, haben wir ein wenig SmallTalk gehalten zu dritt. Und dann sagte sie: Dann laß uns mal anfangen mein Lieber. Sie öffnete ihre Unterlagen und gab mir zwei Formulare, die ich ausfüllen mußte und sie half mir dabei. Zwischendrin hielten wir quasi das Gespräch wie ich nun zu meiner Entscheidung gelangt sei. Sie strahlte, ich strahlte und dann sagte sie: Ich freue mich sehr über Deine Entscheidung, ich hab ja gedacht Du würdest der katholischen Kirche wieder beitreten, umso mehr freut es mich, daß Du Dich für uns und die evangelische Kirche entschieden hast und ich höre, sehe und fühle, daß Du es dir mehr als reiflich überlegt hast.  Das tat so gut, das aus ihrem Mund zu hören. IMG_20171123_153642.jpg Als ich das Formular komplett ausgefüllt hatte, unterschrieben hatte, gab ich es ihr und sie zeigte mir dann die Stelle an der stand: Das Formular bitte an den zuständigen Pfarrer weiterleiten. Sie sagte daraufhin: Das hast Du hiermit getan und ich begrüße Dich ganz herzlich in unserer Gemeinde. Willkommen in der evangelischen Kirche. Und dann drückten wir uns 🙂 Sie schenkte mir die beiden Bücher und Jim mache ein Bild von ihr und mir mit meiner Erklärung. Diese wird nun noch gesiegelt und ich erhalte diese später. Sie fragte mich ob ich eine öffentliche Aufnahme wünsche, was kein Muß ist. Eine öffentliche Aufnahme findet nach einem Gottesdienst statt, 3-4 Damen und Herren aus dem Presbyterium wären auch anwesend, auch T&A (die ich von der Irlandreise schon kenne und sehr mag) würden auch noch ein paar Worte sagen und mich offiziell Willkommen heißen und ich würde da noch einmal vor allen gefragt, ob ich beitreten will und kann dies dann kundtun 🙂 In dem Zusammenhang könnte ich dann auch meine gesiegelte Beitrittserklärung bekommen. Ich bejahte gleich und sie meinte: Das finde ich sehr schön, daß Du den Weg gehst. Einfach nur ein Formular unterschreiben wäre irgendwie so, als würde man einem Verein beitreten. Und da hat sie absolut recht 🙂  Wir haben für Januar auch gleich den Termin festgelegt 🙂 Danach führten wir zu dritt das erste Traugespräch, wo sie erstmal alle Daten aufnahm und kurz die Trauungszeremonie skizzierte. Sie meinte ja, daß ich mit CB sicher den Gottesdienst selbst gestalten wolle, auch mit der Schola, sie würde uns gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen, sie würde auch alles mitmachen, wir sollten nicht scheuen zu fragen. Es wäre unser Tag und sie will ihn mit uns so gestalten wie wir uns unseren Tag und Gottes Segen vorstellen 🙂 Schön wars und mir war wirklich warm ums Herz 🙂

Am Sonntag morgen hat sich der Evangele in den katholischen Gottesdienst bemüht, hat auch an der Eucharistiefeier teilgenommen und danach haben wir die Scholaprobe gehalten. Zu Hause gab es später lecker Frühstück und schließlich ging es auf Rezeptsuche. Letztlich  habe ich mich endlich für ein Gericht entschieden, daß ich Dienstag kochen wollte: Es gab Jambalaya (zumindest was ähnliches 😉 da ich den Reis nicht mitgeschmort hatte, den gab es getrennt dazu). Danach Einkaufszettel gemacht und den restlichen Tag vergammelt 🙂

Montag stand im Zeichen der Vorbereitungen und Einkaufen, NACH dem Standesamt. Wir sind kurz nach 7 aufgestanden, mein Mann hat gefrühstückt (mir ist das definitiv zu früh um was zu essen) und sind 10 vor 9 zu Fuß zum Standesamt gelaufen. Im Amtszimmer kam ich mir vor wie in meiner Ausbildung vor 32 Jahren… Alte Aktenschränke, Waschbecken mit beigen Fliesen in der Ecke, ein rotes, uraltes Tastentelefon… *lach* ich fühlte mich gleich wohl. Mein Mann fühlte sich wohl, weil die sehr junge Dame die Heizung auf Karibik eingestellt hatte, es waren mindestens 25 Grad in dem Zimmer. Ich legte meine Jacke sofort ab, gefolgt vom Schal und 5 Minuten später sogar meinen Cardigan 😉  Da ich am Telefon gesagt hatte, OHNE Schnickschnack, gingen wir auch nicht ins Trauzimmer. Die nette Dame hatte alles schon vorbereitet, ging die Sachen mit uns nochmals durch und dann konnten wir unterschreiben. Wir haben zwischendrin natürlich geblödelt, ich unterschrieb zuerst und fragte ob ich auch geborener… unterschreiben müsse (hab ja bei der Verpartnerung einen Doppelnamen angenommen) und sie sagte: Ja, ja, das müssen sie. Sie war ein wenig durcheinander 😉 Jim hat auch so doofe Witze gemacht wie: Endlich können wir syri*sche Kinder adoptieren… Sie fand es witzig, ich weniger. Auf jeden Fall war die Dame angetan von uns und ein wenig durcheinander durch die Blödeleien von Jim. Als Jim unterschreiben sollte, ist ihm aufgefallen, daß sein dritter Vorname (ja ja, und Jim ist Deutscher, ich als Italiener hab nur EINEN Vornamen) falsch geschrieben war, ein L fehlte. Also mußte alles neu gedruckt werden und neu unterschrieben werden 😉 Wir hatten unseren Spaß, haben viel gelacht und nun hoffe ich, das alles richtig ist 😉 Urkunden haben wir auch, aber kein Registerauszug wie seinerzeit bei der Verpartnerung… Aber ich denke die Urkunde die Eheurkunde heißt, eine Originalunterschrift hat und einen Stempel und die absolut notwendige Registernummer, ist ausreichend 😉

Dienstag war also der große Tag gekommen, Halbzeit 😉 IMG_20171123_153904.jpg Wir waren Montag abend müde und haben nicht mehr reingefeiert 😉 Witzigerweise haben wir aber an dem Tag bis 09:30 Uhr gepennt, was wir (o.k. Jim sowieso nicht und ich ja seit Monaten nicht mehr) an dem Tag aber gar nicht haben gebrauchen können 😉 Ich, oder wir ließen uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Wir standen gemütlich auf, nachdem ich im Bett schon mein Geburtstagsständchen von meinem Mann gesungen bekam 🙂 In der Küche an der Kaffeemaschine stand plötzlich Jim hinter mir, mit einem Strauß Blumen 🙂 Ich war total überrascht und er meinte nur: Du sagst doch immer, keiner bringt Dir Blumen mit und Du magst sie doch, also hab ich Dir mal welche besorgt.  Ich fand das total lieb von ihm 🙂  und hab mich sehr gefreut, zumal ich mir so einen Strauß nie selbst ausgesucht hätte.  IMG_20171123_154404.jpg Ich finde ihn allerdings super schön und freute und freu mich immer noch sehr drüber 🙂 Danach fragte er mich, ob ich bereit wäre für mein nächstes Geschenk. Ich sagte nur, Klar doch,  und schlürfte an meinem Kaffe weiter 😉 Und dann bekam ich ein superschmales, kleines Päckchen, so von der größe einer A5-Seite, das ganze wog auch gar nix. Ich wußte überhaupt nicht, was das sein könne, weil seit 4 oder 5 Jahren gibt es die eiserne Regel: KEINE Gutscheine mehr. Jim hat noch immer eine für eine Barcelona Reise von mir, den wir immer noch nicht umgesetzt haben… Auf jeden Fall packte ich aus und es war ein Blatt mit ganz vielen KlebeTattoos mit Skorpionmotiven. Die, die man mit einem nassen Tuch auf die Haut aufträgt 🙂 Ich sagte nur zu ihm: Cool, so kriege ich ja doch noch das Tattoo 😉 Und er meinte: Genau mein Schatz. Seit wir uns kennen erzählst Du mir, daß Du ein Tattoo willst. Und nun bekommst Du eines zu Deinem 50 igsten. Bedingung: Im nächsten halben Jahr mußt Du Dir über das Motiv klar werden, ich hab mir drei Studios ausgesucht mit guten Namen, die kannst du auch noch checken und dann geht es ab! *lach* ich war total perplex und fühlte mich ein wenig überfallen. Aber Jim hat recht. Ich will mir seit über 10 Jahren einen Skorpion stechen lassen. Hatte sogar schon einen ausgesucht, mir aber nie einen Termin geholt. Und ich will ja. Von daher, war nach ein paar Schreckminuten, dann doch die Freude da und wurde im Laufe des Tages immer größer, erst recht, als ich mir für Abends IMG_20171123_154138.jpg eines der Klebetattos von Jim habe auftragen lassen 🙂 Ich war so begeistert davon, vor allem weil ich selbst fand, das es mir stand 🙂 Die meisten Gäste die kamen waren total perplex. Sie dachten ich hätte mir wirklich eines stechen lassen, vor allem an der exponierten Stelle 🙂 Auf der Party waren aus unerfindlichen Gründen Tattoos Hauptgesprächsthema und es war wirklich interessant, wie die Leute reagierten und welche Meinung sie zu Tattoos haben, zu sofort sichtbaren und welche die die Kleidung noch abdeckt etc. Der Abend war gemütlich, wir waren über den Abend verteilt ca. 20 Leute, das Essen schmeckte. Der wirklich leckere gekaufte Frankfurter Kranz aus meiner Lieblingsbäckerei war der Hit und es war wirklich gemütlich und gelungen 🙂 Eine wunderbare Entschädigung für den ganzen Tag harte Arbeit 😉 und ein wunderbarer 50. Geburtstag 🙂 mit Freunden und liebe Menschen 🙂
Auch wenn es Tag der offenen Tür war, bat ich die meisten doch bitte nicht vor 18 Uhr zu kommen, was auch fast klappte 😉  Als ich gegen halb 5 endlich ins Bad wollte, schon nakelig im oberen Flur stand, klingelte es. Jim machte auf und begrüßte eine mir in dem Moment unbekannte Stimme und rief ich solle mal runter kommen. Ich fluchte kurz, zog mir einfach eine Schlafhose über und ein Schlabbershirt und ging nach unten. Im Flur stand HH, eine Arbeitskollegin (sie hatte sich geweigert in die Küche zu gehen 😉 ) Ich war total erstaunt. Sie ist mit einem meiner direkten Arbeitskollegen enger befreundet und ich seh sie zumeist nur in der Kantine am Donnerstag. Mein Arbeitskollege zwingt mich dann mitzugehen, weil er Schnitzel essen will und ich futter dann immer die Tagessuppe nur, ich hasse Schnitzel in der Kantine. Aber ich weiche vom Thema ab. HH ist eine ganz Nette und wir unterhalten uns immer über Kunst, Musik etc. Sie ist zwar im Controlling, aber eine wahnsinnig kreative Person. Sie malt selbst, besucht Kurse, gibt Kurse, hat eine Zeitlang selbst Tiffanylampen gemacht und bleiverglaste Fensterbilder und was weiß ich nicht noch alles. Sie gestaltet auch Buchcover und malt nach Vorgaben, einige Bücher mit ihren Covern sind auch schon veröffentlicht. Auf jeden Fall hat sie mir vor einem Jahr ein Bild gezeigt, das sie für ein Buchcover gemalt hat. Sie fotografiert sie mit dem Handy und zeigt mir die Bilder immer. Als sie mir damals dieses Bild zeigte, war ich nur hin und weg. Hab ihr gesagt was das Bild in mir auslöst, hab Tränen in den Augen gehabt beim Beschreiben und sie war hin und weg. Auf meine Bitte hin, hat sie mir ein Foto von dem Bild geschickt und ich hatte es über Monate auf meinem Handy als Hintergrundbild. Vor zwei  Monaten hat sie eine Austellung mit ihren Werken gemacht, das Bild war auch dabei, sie hat aber das Bild nicht zum Verkauf freigeben, weil sie selbst an dem Bild so hing. Tja… ihr könnt es Euch denken. Sie stand in meinem Flur, hatte einen in Papier eingeschlagenen Rahmen in der Hand, zog das Papier weg und überreichte mir als Geschenk DAS Bild. Ich war sprachlos. Mir liefen die Tränen die Wangen runter und ich sagte nur: Ich kann das nicht annehmen. Sie sagte dann, auch mit Tränen in den Augen: Du bist der erste dem ein Bild von mir so nahe geht, dem es so viel bedeutet, Deine Beschreibung damals, die Gefühle die da mitschwangen. Das Bild gehört zu Dir. Ich will das Du es hast, bei Dir ist es gut aufgehoben. Ich hab das Bild dann vorsichtig hingestellt, sie nur noch gedrückt gelacht und geweint. Wir haben noch ein Wasser zusammen getrunken, sie wollte auch nicht zur Party bleiben und fuhr dann…
Am kommenden Wochenende werden wir das Bild an seinem Platz aufhängen 🙂

Die Party war in der Nacht gegen 0:30 Uhr zu Ende ohne große Zwischenfälle 😉 Jim ging gleich ins Bett, da er ja um 05:30 Uhr aufstehen und die fast 200 km nach HD fahren mußte. Dann kam meine AfterPartyZeit, die ich immer noch brauche zum Runterkommen. Die Filmmusik vom letzten Mohikaner gehört da seit über 20 Jahren dazu. Ich räume gemütlich die Spülmaschine ein. Spüle alles was nicht reingeht weg. Räume alles weg, Kühlschrank etc. Fege (saugen geht so spät ja meist nicht 😉 ) und komme so langsam runter. Der Abend geht mir nochmal durch den Kopf, eine kleine Nachlese der schönsten Momente und das Gefühl gesegnet zu sein, mit meinen Freunden, meiner Familie, mit meinem Leben. Das ist meine AfterPartyZeit die genauso dazu gehört wie die Party selbst. Gegen halb 3 drei bin ich dann ins Bett. Jims Wecker weckte mich natürlich auch, ich bin um 7 Uhr aufgestanden und hab weiter aufgeräumt. *lach* der Tag war von recht viel Müdigkeit überschattet, bei der Massage um 17 Uhr bin ich auf dem Tisch eingepennt. Ich hab es mir aber als neuer Evangele nicht nehmen lassen um 19 Uhr den Gottesdienst zum Buß- und Bettag zu besuchen.

Ich bin angekommen und das fühl ich ganz tief in mir 🙂 50 ist toll 🙂

… und dann war da

gestern noch dieses Grau in Grau. Ganz typisch November. Heute auch, aber allmählich hellt es sich auf. Ganz ehrlich… ich brauch das nicht. Früher hab ich meinen Geburtsmonat gehaßt, eine Liebe ist bis heute nicht draus geworden und wird es wohl auch nie. Daher hier mal ein freundliches Oktoberbild 😉 SAM_0021 Da geht es einem doch gleich viel besser 🙂 An dem langen WE sind Jim und ich viel spazieren gewesen und haben Sonne getankt. Ich hab in meiner Schreibtischschublade meine superkleine DigiCam wiedergefunden (kleiner als ein Handy und kompakter) und die einfach mal eingepackt und ein paar Bilder auf dem Spaziergang gemacht. Da mit dem Handy geht mir auf den Zeiger, zumal man bei Sonne nie was auf dem Display sieht. Die kleine Cam taugt nicht viel, aber vor ein paar Jahren wollte ich sie unbedingt haben eben für Schnappschüsse. Und mehr muß sie ja auch nicht können. Meine schönen Irlandbilder sind mit der großen und guten Cam gemacht 🙂 SAM_0011 Die viele Arbeit war gestern für mich um halb 4 vorbei, dann bin ich nämlich nach Hause gegangen. Ich war nur müde, nur kaputt und hab mittags dann in eine Präsentation nur Fehler eingebaut, da war für mich klar: Für heute reicht es 😉 Stunden hab ich mehr als genug auf dem Konto, von daher war es in Ordnung. Zu Hause noch ein wenig an der Technik rumgebastelt (unfreiwillig) und dann bin ich doch auf der couch eingepennt um 6 Uhr. Gegen 7 Uhr wach geworden und beschlossen: Ich geh ins Bett. Also ins Bad, Zänge geputzt, ins Bett gelegt und NICHT gepennt. Dann noch gute zwei Stunden gelesen und dann wieder eingeschlafen. Das hat gut getan. Mittags hatte ich schon meinen Termin für die KG abends gecancelt.
Heute morgen hab ich dann auch innerlich kapituliert und mir für den 14. einen Termin beim Orthopäden geholt um das weitere Vorgehen bezgl. des Fußes zu besprechen. Auch wenn ich es hier nicht dauernd erwähne… Das Drecksding tut weh, die Bestrahlung hätt ich mir schenken können. Die 6 Wochen sind auch so gut wie rum, ich weiß nicht was sich da noch ändern sollte…
Jim hat für nach Weihnachten doch noch ein Haus in Holland bekommen, über AirBnB 🙂 Also fahren wir am 26.12. wie geplant an die See 🙂 Die Kinder haben sich noch nicht geäußert ob sie uns besuchen kommen, aber wie gesagt, ich geh das gelassen an. Für mich ist es ganz wichtig dieses Jahr Silvester mal NICHT RB zu sehen. Er ist ein ganz enger Freund von Jim und er nervt mich total ab. Seit 3 oder 4 Jahren (oder auch 5…) sind er und seine Frau Silvester immer bei uns. Seine Frau ist Russin und ich mag sie sehr gerne. Es macht total viel Spaß, daß dann die gemeinsame Sprache Englisch ist und überhaupt, ist sie eine ganz Liebe. Er hingegen ist ein Schnacker (er ist Hamburger, die kennen den Ausdruck auch 😉 ) und nach spätestens einem Tag bin ich kurz vorm ausrasten. Egal, dieses Jahr ohne die beiden. (*lach*, hab ich mich nicht schon letztes Jahr über RB ausgelassen?  😉 ) Auf jeden Fall freue ich mich auf komplett andere Tage zwischen den Jahren 🙂 Ich glaub um diese Jahreszeit war ich noch nie in meinem Leben am Meer…
SAM_0007
Aber zuerst ist heute mittag Thera (wir hatten jetzt drei Wochen Pause, zwei waren geplant aber letzte Woche mußten wir aus Raumgründen verschieben) und dann Wochenende. Morgen das Geschwisterfrühstück, meine Schwester hat unseren Halbbruder auch eingeladen. Ich bin gespannt wie es wird. Zumal mein Bruder nicht so gut mit meinem Halbbruder kann (vielmehr mit desses Frau). Aber eigentlich freu ich mich ihn wiederzusehen, ist auch schon 2 Jahre her seit dem letzten Mal.
Ich wünsch Euch ein wunderschönes Wochenende. Paßt gut auf Euch auf da draußen!

Igendwie

gibt es nicht viel zu berichten. Die Tage verlaufen recht gleichmäßig. Sehr viel zu tun im Büro. Boss stresst mit Sonderwünschen die er nicht klar formulieren kann und auf Rückfragen bekommt man schwammige Antworten 😦  Das alleine nervt ja schon!

Abends bin ich hundemüde und da ich auch irgendwie immer was vorhab war ich gestern auch nicht mehr am Klavier, nach der KG war mir nicht mehr danach. Hab dann lieber im TV The Taste geschaut und mich über die Bekloppten amüsiert 😉 Nee ich mag die Sendung, aber manche Kommentare sind schon echt arg, aber das ist vielleicht der Grund warum ich es auch gern schaue. Gut nur das der Mä*lzer raus ist, der geht mir ja so schon auf den Sack wenn ich ihn sehe, in der Sendung konnte ich ihn überhaupt nicht ab.

Bevor ich es wieder vergesse: Am WE hab wir den Film Lion gesehen. Eine wahre Geschichte über einen Jungen der verlorenging und nach über 20 Jahren seine Mutter wiederfindet. Eine Geschichte die zu Herzen geht, aber auch viel zum Nachdenken anregt. Die Filmusik von Lion, von Dustin O´Halloran, einfach wunderbar, sehr viel Klavier, das Maintheme einfach nur ansprechend… Irgendwann schau ich mal nach den Noten 😉

Mein Vater hat heute Geburtstag. Es ist wie immer, daß sich das Datum ja schon 2-3 Tage vorher in meinem Bauch bemerkbar macht. Ich hab heute morgen an ihn gedacht, er wäre 79 Jahre alt geworden (geschafft hat er ja nur 41 und davon war er die letzten 4 Jahre schwer krank). Ich werde ihn heute abend in mein Gebet mit einschließen und ihm auch auf der Terrasse eine Kerze anzünden. Frieden in mir mit ihm finden… (den ich ja schon gefunden zu haben glaubte…) auf jeden Fall ist es ein Schritt dahin.

S_DSCN1705 In diesem Zusammenhang ein friedliches Bild aus Irland, von meinem geliebten Meer, meiner geliebten Insel und all den guten Wünschen und Dingen, die ich mir an diesem Ort vorstellen konnte. Das Leben fühlen konnte in all seiner Schönheit und mich wunderbar klein, aber zum Universum dazugehörig fühlte im Angesicht der Pracht dieser Klippen, dem wogenden Meer und der unendlich guten Luft 🙂

Paßt auf Euch auf da draußen!

Zuhause

und schon Einkaufen gewesen. Morgen bin ich/wir dran, das Geschwisterfrühstück auszurichten und eben beim Einkaufen hab ich beschlossen: Es gibt Morgen auch Obstsalat 😀

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende 😁