Gestern hat uns

unsere Putzfee zu Hause mit einem süßen Geschenk für Weihnachten überrascht
IMG_20171221_131801.jpg Ein GinCocktailBuch und zwei unserer Lieblingsmarmeladen 🙂 Ich fand das wirklich süß von ihr 🙂 Natürlich bekommt sie auch immer was, aber darum geht es gar nicht, ich hab mich einfach nur gefreut, daß sie sich Gedanken gemacht hat, dieses farblich auf unsere Deko zu Hause angepaßte Buch sogar gefunden hat und uns geschenkt hat. Das zeigt doch, daß man Menschen mag 🙂 Der Arbeitstag war stressig, ich konnte abends nicht mal mehr geradeaus schauen. Viel zu tun, den ganzen Tag nur in den Monitor gestarrt und dazu die neue Brille. Kopfschmerzen ahoi 😦 Wenn ich nicht einem Teil der Irlandtruppe versprochen hätte nach der 4. Stillen Zeit mit Essen zu gehen, hätte ich alles sausen lassen und wäre zu Hause geblieben. So hab ich mich also aufgerafft, bin zur Kirche, hab die Stille Zeit genossen und danach sind wir in den Nachbarort in ein Restaurant gefahren. Netterweise haben mich Leute mitgenommen, so konnte ich auch Alkohol trinken 🙂 Der half dann auch endlich gegen die Kopfschmerzen in Verbindung mit Kopfschmerzmitteln 😉 Der Abend war klasse. Wir waren zu elft. 4 von der Truppe waren das Jahr vor uns mit der Gemeindereise in Irland gewesen, die kannte ich also noch nicht, nur aus den Gottesdiensten. Unsere Pfarrerin war mit ihrem Partner auch mit. Wir haben viel gelacht, waren auch alle sofort beim Du (die 4 die ich ja noch „nicht“ kannte) und es war ein geselliger Abend. Sie alle meinten, es wäre ja gut und schön, daß wir jetzt zusammen säßen, aber Jim würde fehlen, wir wollen in der gleichen Besetzung im Januar mal essen gehen. Alle (außer der Pfarrerin, die muß in alle 3 Gottesdienste 😉 ) wollen am 24. um 18 Uhr in die ChristVesper. Ich hab gesagt, daß Jim und ich uns das noch überlegen. Die Pfarrerin ist mir zur Hilfe geeilt und meinte: Hackt nicht auf dem armen Roberto rum, der muß um 22 Uhr noch bei der Konkurrenz singen. Zwei Jungs die mit uns in Irland waren meinten dann nur: Das paßt doch, dann könnt ihr ja um 18 Uhr in die Vesper kommen. Also haben wir das nun fest vereinbart und wir treffen uns dort 🙂 Ich freu mich schon riesig drauf. Dieses Angenommen fühlen, mich in der evangelischen Kirche wohlfühlen, dort schon ein Teil der Gemeinde zu sein, bei der Stillen Zeit schon zweimal auch Fürbitten vorgetragen zu haben, all das gibt mir ein gutes Gefühl und schließt mich mit ein. Es bestätigt mich einfach in meiner Entscheidung 🙂 Den Katholen werd ich aber nicht ganz abtrünnig 😉

Vorsichtig hab ich mal bei der Pfarrerin nachgehört, wie es denn mit einem Chor aussehe in unserer Pfarrgemeinde und sie sagte: Wir haben keinen. Es hat einfach nicht geklappt, mangels Interesse der Leute, die meisten sagen halt, sie können nicht singen und wollen nicht in einen Chor. Ein paar die sie kennt haben sich katholischen Chören angeschlossen. TG meinte dann: Du kannst ja mit der Organistin reden und bei uns einen Chor gründen. Ich mußte lachen. Wenn ich das täte würde CB mich umbringen. Ich will es auch nicht, das wäre unfair. Was ich aber nächstes Jahr auf jeden Fall bei CB vorbringe ist, daß ich mit der Schola auch bei uns in der evangelischen Kirche mal singen mag. Schließlich ist es ein Geben und Nehmen. Mit CB und den Jungs werden wir auf jeden Fall aber auch unsere Trauung gestalten und ich denke Jim und ich singen zumindest ein Lied auch mit 🙂

Letztlich kann ich wirklich das Ganze mit einem Wort beschreiben: Angekommen! Und es fühlt sich wunderbar an 🙂

Natürlich wurde es gestern abend spät, umso schwerer fiel mir heute morgen das Aufstehen… Letztlich hab ich es irgendwie geschafft 😉 Heute abend geht es zur Massage und dann verpacke ich in aller Ruhe die Geschenke für Jim. Weihnachten und Geburtstag. Eben in der Pause hab ich die „frischeren“ oder nicht so lange haltbaren Produkte gekauft, hier auf der Arbeit in den Kühlschrank gepackt und hab jetzt alles, außer dem Fleisch, das hole ich morgen nachmittag nach der Arbeit ab, zum Glück ist es vorbestellt. Trotzdem muß ich mich anstellen im Markt (denke ich mal, hab dort zum ersten Mal in Spitzenzeiten vorbestellt….)  und an der Kasse dann wieder, aber mal sehen, vielleicht wird es auch nicht so wild…

Am Klavier war ich immer noch nicht, es fehlt total die Zeit, aber ich denke am Samstag nach der Generalprobe werde ich mal ein paar Stunden für mich haben und kann dann ran. Abends will ich auf jeden Fall meinen Weihnachtsfilm schauen. Ich bin schon ganz gespannt drauf… Den Film hab ich als Kind schon immer geschaut und war immer total gerührt. Gefühlt schau ich den Film seit 50 Jahren jedes Weihnachten. Dummerweise lief er ja nicht immer. Vor etlichen Jahren hab ich mir dann mal das Video gekauft. Später die DVD. Und letztes Jahr NACH Weihnachten hab ich die BlueRayEdition entdeckt, in der der Film total überarbeitet wurde und sogar nachcoloriert wurde. Ich hab NICHT reingeschaut und lass mich nun überraschen. Vielleicht muß ich ihn auch 2mal schauen, denn ich weiß ja nicht, ob die colorierte Fassung die gleiche Wirkung auf mich hat 😉

Nun muß ich heute abend nur noch das leidige Verpacken hinter mich bringen (ich hasse Verpacken, ich kann es einfach nicht) und dann kann Weihnachten kommen 🙂

Paßt gut auf Euch auf da draußen!

P.S. Tippe den Beitrag über lange Etappen schon…. Also wenn er ein wenig wirr ist und hin-  und hergehüpft in den Themen, ist das der langen Bearbeitungsdauer geschuldet 😉

 

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3. Stille Zeit

und es war genau richtig nach dem ganzen Stress. Die Lichttüten gibt es ja zu jeder stillen Zeit. Auf ihnen sind Drucke von Malereien, die auch eine Geschichte symbolisieren die auch vorgelesen wird. Zu Hause hab ich sie auf dem Klavier aufgestellt und erfreue mich daran. Nur noch eine und dann ist Weihnachten ganz nah.

Plan- und ziellos

sitze ich hier. Da ich wegen dem Schnee gleich 2 Termine verpaßt hab, sind die auf nächste Woche verschoben. Sprich ich könnte jetzt mal was nacharbeiten. Aber die Lust ist nahezu Null! Um 12 geht es los, ich muß einkaufen für den Weihnachtskäse, den ich jedes Jahr veranstalte. Ich freu mich schon drauf 🙂 Allerdings ist meine WeihnachtsElfe in einem langen Termin, also hab ich kurzerhand eine andere Mitarbeiterin von mir zur HilfsElfe erhoben 🙂 Ich hab keinen Bock alleine einkaufen zu gehen und das Dekorieren meines Büro und das Vorbereiten der Leckereien macht zu zweit einfach mehr Spaß 🙂 Um 15 Uhr geht es los, bis dahin muß ich fertig sein. Ich freu mich wahnsinnig, daß mein ehemaliges Küken heute auch extra aus Stuttgart angefahren kommt. Er hat uns ja dieses Jahr Mai verlassen (wozu ich ihm geraten hatte), denn die Aufstiegschancen bei uns waren für ihn einfach zu schlecht. Eine andere ehemalige Mitarbeiterin kommt auch heute, sie ist schon seit 4 Jahren weg, aber wir sind ja noch eng befreundet, auch wenn sie mittlerweile in Frankfurt arbeitet und wohnt. Und evtl. kommt sogar SaSa (auch ein ehemaliger Mitarbeiter von mir), aber das ist noch ungewiß, er lebt ja mittlerweile in München. Sie sind an dem WE zwar hier, wollten aber erst heute mittag um 13 Uhr losfahren, das wird wohl nicht mehr hinhauen (er besucht seine Familie hier und wollte alles verbinden). Auf jeden Fall freue ich mich auf den Weihnachtskäse, auf gute Gespräche, auf Updates, die nicht nur am Telefon erfolgen und vor allem meinen Ziehsohn (das Küken, Jim nannte ihn immer so) wieder zu sehen. Er hat in unserer Firma seinen Bachelor im dualen Studium gemacht, war fast ausschließlich in der IT und im letzten Jahr des Bachelorstudienganges nur in meiner Abteilung, ich hab ihn auch danach übernommen. Dann hat er hier noch seinen Master gemacht 2 Jahre und dann hab ich ihm absolut nahe gelegt sich was Neues zu suchen, auch wenn mir das Herz blutete. Schließlich war ich sein Mentor, hab ihn mit den Studienarbeiten unterstützt und er hat mein Bedürfnis befriedigt jemanden fördern zu können und fantastische Arbeit hat er hier zusätzlich gemacht. Und aus dieser Verantwortung heraus hab ich ihn unterstützt zu gehen. Bei seinem Abschied haben wir beide Rotz und Wasser geheult. Mist, ich werde gerade sentimental…
Egal, ich freu mich auf den Weihnachtskäse mit allen und ganz im Stillen freu ich mich ganz besonders auf RK, meinen Ziehsohn 🙂
Paßt auf Euch auf da draußen!

Aller guten Dinge sind Drei

das ist ein wirklich altes Sprichwort und es bewahrheitet sich irgendwie immer 😉 Im Verlauf von nur einer Woche bin ich evangelisch geworden, hab zum 2. Mal geheiratet (zum Glück den gleichen Mann 😉  ) und bin 50 geworden 🙂  In dem Kanon kann ich gleich weitermachen und zwar werde ich meinen Mann ja nächstes Jahr zum 3. Mal heiraten, dann eben noch kirchlich 🙂 Aber ich glaube ich geh mal chronologisch vor 😉

Freitag abend war recht gechillt. Mein Mann kam bei unserem Lieblingschinesen telefonisch nicht durch, also sind wir hingefahren und haben dort gegessen 🙂 Geht ja auch 😉  Den Samstag haben wir recht gemütlich begonnen, im Haus rumgeräumt, den neuen Staubsauger im Ankleidezimmer (3. Etage) versteckt am Schrank montiert (ich sag nur, drei Etagen und einen Staubsauger mit Schlitten, du machst Dich tot…) eine neue Lampe im Esszimmer im Schrank montiert (die Ecke war uns immer zu dunkel) und drauf gewartet, daß die Pfarrerin sich meldet 🙂 Das tat sie auch gegen halb 5 und fragte telefonisch an, ob sie vorbeikommen könne, dann können wir auch gleich das erste Vorbereitungsgespräch für die Trauung nächsten Juni führen 🙂
Ich sagte gleich zu und dann war meine Aufregung ganz ganz groß 🙂 Nachdem sie eingetroffen war, ihren Kaffee hatte, haben wir ein wenig SmallTalk gehalten zu dritt. Und dann sagte sie: Dann laß uns mal anfangen mein Lieber. Sie öffnete ihre Unterlagen und gab mir zwei Formulare, die ich ausfüllen mußte und sie half mir dabei. Zwischendrin hielten wir quasi das Gespräch wie ich nun zu meiner Entscheidung gelangt sei. Sie strahlte, ich strahlte und dann sagte sie: Ich freue mich sehr über Deine Entscheidung, ich hab ja gedacht Du würdest der katholischen Kirche wieder beitreten, umso mehr freut es mich, daß Du Dich für uns und die evangelische Kirche entschieden hast und ich höre, sehe und fühle, daß Du es dir mehr als reiflich überlegt hast.  Das tat so gut, das aus ihrem Mund zu hören. IMG_20171123_153642.jpg Als ich das Formular komplett ausgefüllt hatte, unterschrieben hatte, gab ich es ihr und sie zeigte mir dann die Stelle an der stand: Das Formular bitte an den zuständigen Pfarrer weiterleiten. Sie sagte daraufhin: Das hast Du hiermit getan und ich begrüße Dich ganz herzlich in unserer Gemeinde. Willkommen in der evangelischen Kirche. Und dann drückten wir uns 🙂 Sie schenkte mir die beiden Bücher und Jim mache ein Bild von ihr und mir mit meiner Erklärung. Diese wird nun noch gesiegelt und ich erhalte diese später. Sie fragte mich ob ich eine öffentliche Aufnahme wünsche, was kein Muß ist. Eine öffentliche Aufnahme findet nach einem Gottesdienst statt, 3-4 Damen und Herren aus dem Presbyterium wären auch anwesend, auch T&A (die ich von der Irlandreise schon kenne und sehr mag) würden auch noch ein paar Worte sagen und mich offiziell Willkommen heißen und ich würde da noch einmal vor allen gefragt, ob ich beitreten will und kann dies dann kundtun 🙂 In dem Zusammenhang könnte ich dann auch meine gesiegelte Beitrittserklärung bekommen. Ich bejahte gleich und sie meinte: Das finde ich sehr schön, daß Du den Weg gehst. Einfach nur ein Formular unterschreiben wäre irgendwie so, als würde man einem Verein beitreten. Und da hat sie absolut recht 🙂  Wir haben für Januar auch gleich den Termin festgelegt 🙂 Danach führten wir zu dritt das erste Traugespräch, wo sie erstmal alle Daten aufnahm und kurz die Trauungszeremonie skizzierte. Sie meinte ja, daß ich mit CB sicher den Gottesdienst selbst gestalten wolle, auch mit der Schola, sie würde uns gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen, sie würde auch alles mitmachen, wir sollten nicht scheuen zu fragen. Es wäre unser Tag und sie will ihn mit uns so gestalten wie wir uns unseren Tag und Gottes Segen vorstellen 🙂 Schön wars und mir war wirklich warm ums Herz 🙂

Am Sonntag morgen hat sich der Evangele in den katholischen Gottesdienst bemüht, hat auch an der Eucharistiefeier teilgenommen und danach haben wir die Scholaprobe gehalten. Zu Hause gab es später lecker Frühstück und schließlich ging es auf Rezeptsuche. Letztlich  habe ich mich endlich für ein Gericht entschieden, daß ich Dienstag kochen wollte: Es gab Jambalaya (zumindest was ähnliches 😉 da ich den Reis nicht mitgeschmort hatte, den gab es getrennt dazu). Danach Einkaufszettel gemacht und den restlichen Tag vergammelt 🙂

Montag stand im Zeichen der Vorbereitungen und Einkaufen, NACH dem Standesamt. Wir sind kurz nach 7 aufgestanden, mein Mann hat gefrühstückt (mir ist das definitiv zu früh um was zu essen) und sind 10 vor 9 zu Fuß zum Standesamt gelaufen. Im Amtszimmer kam ich mir vor wie in meiner Ausbildung vor 32 Jahren… Alte Aktenschränke, Waschbecken mit beigen Fliesen in der Ecke, ein rotes, uraltes Tastentelefon… *lach* ich fühlte mich gleich wohl. Mein Mann fühlte sich wohl, weil die sehr junge Dame die Heizung auf Karibik eingestellt hatte, es waren mindestens 25 Grad in dem Zimmer. Ich legte meine Jacke sofort ab, gefolgt vom Schal und 5 Minuten später sogar meinen Cardigan 😉  Da ich am Telefon gesagt hatte, OHNE Schnickschnack, gingen wir auch nicht ins Trauzimmer. Die nette Dame hatte alles schon vorbereitet, ging die Sachen mit uns nochmals durch und dann konnten wir unterschreiben. Wir haben zwischendrin natürlich geblödelt, ich unterschrieb zuerst und fragte ob ich auch geborener… unterschreiben müsse (hab ja bei der Verpartnerung einen Doppelnamen angenommen) und sie sagte: Ja, ja, das müssen sie. Sie war ein wenig durcheinander 😉 Jim hat auch so doofe Witze gemacht wie: Endlich können wir syri*sche Kinder adoptieren… Sie fand es witzig, ich weniger. Auf jeden Fall war die Dame angetan von uns und ein wenig durcheinander durch die Blödeleien von Jim. Als Jim unterschreiben sollte, ist ihm aufgefallen, daß sein dritter Vorname (ja ja, und Jim ist Deutscher, ich als Italiener hab nur EINEN Vornamen) falsch geschrieben war, ein L fehlte. Also mußte alles neu gedruckt werden und neu unterschrieben werden 😉 Wir hatten unseren Spaß, haben viel gelacht und nun hoffe ich, das alles richtig ist 😉 Urkunden haben wir auch, aber kein Registerauszug wie seinerzeit bei der Verpartnerung… Aber ich denke die Urkunde die Eheurkunde heißt, eine Originalunterschrift hat und einen Stempel und die absolut notwendige Registernummer, ist ausreichend 😉

Dienstag war also der große Tag gekommen, Halbzeit 😉 IMG_20171123_153904.jpg Wir waren Montag abend müde und haben nicht mehr reingefeiert 😉 Witzigerweise haben wir aber an dem Tag bis 09:30 Uhr gepennt, was wir (o.k. Jim sowieso nicht und ich ja seit Monaten nicht mehr) an dem Tag aber gar nicht haben gebrauchen können 😉 Ich, oder wir ließen uns trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Wir standen gemütlich auf, nachdem ich im Bett schon mein Geburtstagsständchen von meinem Mann gesungen bekam 🙂 In der Küche an der Kaffeemaschine stand plötzlich Jim hinter mir, mit einem Strauß Blumen 🙂 Ich war total überrascht und er meinte nur: Du sagst doch immer, keiner bringt Dir Blumen mit und Du magst sie doch, also hab ich Dir mal welche besorgt.  Ich fand das total lieb von ihm 🙂  und hab mich sehr gefreut, zumal ich mir so einen Strauß nie selbst ausgesucht hätte.  IMG_20171123_154404.jpg Ich finde ihn allerdings super schön und freute und freu mich immer noch sehr drüber 🙂 Danach fragte er mich, ob ich bereit wäre für mein nächstes Geschenk. Ich sagte nur, Klar doch,  und schlürfte an meinem Kaffe weiter 😉 Und dann bekam ich ein superschmales, kleines Päckchen, so von der größe einer A5-Seite, das ganze wog auch gar nix. Ich wußte überhaupt nicht, was das sein könne, weil seit 4 oder 5 Jahren gibt es die eiserne Regel: KEINE Gutscheine mehr. Jim hat noch immer eine für eine Barcelona Reise von mir, den wir immer noch nicht umgesetzt haben… Auf jeden Fall packte ich aus und es war ein Blatt mit ganz vielen KlebeTattoos mit Skorpionmotiven. Die, die man mit einem nassen Tuch auf die Haut aufträgt 🙂 Ich sagte nur zu ihm: Cool, so kriege ich ja doch noch das Tattoo 😉 Und er meinte: Genau mein Schatz. Seit wir uns kennen erzählst Du mir, daß Du ein Tattoo willst. Und nun bekommst Du eines zu Deinem 50 igsten. Bedingung: Im nächsten halben Jahr mußt Du Dir über das Motiv klar werden, ich hab mir drei Studios ausgesucht mit guten Namen, die kannst du auch noch checken und dann geht es ab! *lach* ich war total perplex und fühlte mich ein wenig überfallen. Aber Jim hat recht. Ich will mir seit über 10 Jahren einen Skorpion stechen lassen. Hatte sogar schon einen ausgesucht, mir aber nie einen Termin geholt. Und ich will ja. Von daher, war nach ein paar Schreckminuten, dann doch die Freude da und wurde im Laufe des Tages immer größer, erst recht, als ich mir für Abends IMG_20171123_154138.jpg eines der Klebetattos von Jim habe auftragen lassen 🙂 Ich war so begeistert davon, vor allem weil ich selbst fand, das es mir stand 🙂 Die meisten Gäste die kamen waren total perplex. Sie dachten ich hätte mir wirklich eines stechen lassen, vor allem an der exponierten Stelle 🙂 Auf der Party waren aus unerfindlichen Gründen Tattoos Hauptgesprächsthema und es war wirklich interessant, wie die Leute reagierten und welche Meinung sie zu Tattoos haben, zu sofort sichtbaren und welche die die Kleidung noch abdeckt etc. Der Abend war gemütlich, wir waren über den Abend verteilt ca. 20 Leute, das Essen schmeckte. Der wirklich leckere gekaufte Frankfurter Kranz aus meiner Lieblingsbäckerei war der Hit und es war wirklich gemütlich und gelungen 🙂 Eine wunderbare Entschädigung für den ganzen Tag harte Arbeit 😉 und ein wunderbarer 50. Geburtstag 🙂 mit Freunden und liebe Menschen 🙂
Auch wenn es Tag der offenen Tür war, bat ich die meisten doch bitte nicht vor 18 Uhr zu kommen, was auch fast klappte 😉  Als ich gegen halb 5 endlich ins Bad wollte, schon nakelig im oberen Flur stand, klingelte es. Jim machte auf und begrüßte eine mir in dem Moment unbekannte Stimme und rief ich solle mal runter kommen. Ich fluchte kurz, zog mir einfach eine Schlafhose über und ein Schlabbershirt und ging nach unten. Im Flur stand HH, eine Arbeitskollegin (sie hatte sich geweigert in die Küche zu gehen 😉 ) Ich war total erstaunt. Sie ist mit einem meiner direkten Arbeitskollegen enger befreundet und ich seh sie zumeist nur in der Kantine am Donnerstag. Mein Arbeitskollege zwingt mich dann mitzugehen, weil er Schnitzel essen will und ich futter dann immer die Tagessuppe nur, ich hasse Schnitzel in der Kantine. Aber ich weiche vom Thema ab. HH ist eine ganz Nette und wir unterhalten uns immer über Kunst, Musik etc. Sie ist zwar im Controlling, aber eine wahnsinnig kreative Person. Sie malt selbst, besucht Kurse, gibt Kurse, hat eine Zeitlang selbst Tiffanylampen gemacht und bleiverglaste Fensterbilder und was weiß ich nicht noch alles. Sie gestaltet auch Buchcover und malt nach Vorgaben, einige Bücher mit ihren Covern sind auch schon veröffentlicht. Auf jeden Fall hat sie mir vor einem Jahr ein Bild gezeigt, das sie für ein Buchcover gemalt hat. Sie fotografiert sie mit dem Handy und zeigt mir die Bilder immer. Als sie mir damals dieses Bild zeigte, war ich nur hin und weg. Hab ihr gesagt was das Bild in mir auslöst, hab Tränen in den Augen gehabt beim Beschreiben und sie war hin und weg. Auf meine Bitte hin, hat sie mir ein Foto von dem Bild geschickt und ich hatte es über Monate auf meinem Handy als Hintergrundbild. Vor zwei  Monaten hat sie eine Austellung mit ihren Werken gemacht, das Bild war auch dabei, sie hat aber das Bild nicht zum Verkauf freigeben, weil sie selbst an dem Bild so hing. Tja… ihr könnt es Euch denken. Sie stand in meinem Flur, hatte einen in Papier eingeschlagenen Rahmen in der Hand, zog das Papier weg und überreichte mir als Geschenk DAS Bild. Ich war sprachlos. Mir liefen die Tränen die Wangen runter und ich sagte nur: Ich kann das nicht annehmen. Sie sagte dann, auch mit Tränen in den Augen: Du bist der erste dem ein Bild von mir so nahe geht, dem es so viel bedeutet, Deine Beschreibung damals, die Gefühle die da mitschwangen. Das Bild gehört zu Dir. Ich will das Du es hast, bei Dir ist es gut aufgehoben. Ich hab das Bild dann vorsichtig hingestellt, sie nur noch gedrückt gelacht und geweint. Wir haben noch ein Wasser zusammen getrunken, sie wollte auch nicht zur Party bleiben und fuhr dann…
Am kommenden Wochenende werden wir das Bild an seinem Platz aufhängen 🙂

Die Party war in der Nacht gegen 0:30 Uhr zu Ende ohne große Zwischenfälle 😉 Jim ging gleich ins Bett, da er ja um 05:30 Uhr aufstehen und die fast 200 km nach HD fahren mußte. Dann kam meine AfterPartyZeit, die ich immer noch brauche zum Runterkommen. Die Filmmusik vom letzten Mohikaner gehört da seit über 20 Jahren dazu. Ich räume gemütlich die Spülmaschine ein. Spüle alles was nicht reingeht weg. Räume alles weg, Kühlschrank etc. Fege (saugen geht so spät ja meist nicht 😉 ) und komme so langsam runter. Der Abend geht mir nochmal durch den Kopf, eine kleine Nachlese der schönsten Momente und das Gefühl gesegnet zu sein, mit meinen Freunden, meiner Familie, mit meinem Leben. Das ist meine AfterPartyZeit die genauso dazu gehört wie die Party selbst. Gegen halb 3 drei bin ich dann ins Bett. Jims Wecker weckte mich natürlich auch, ich bin um 7 Uhr aufgestanden und hab weiter aufgeräumt. *lach* der Tag war von recht viel Müdigkeit überschattet, bei der Massage um 17 Uhr bin ich auf dem Tisch eingepennt. Ich hab es mir aber als neuer Evangele nicht nehmen lassen um 19 Uhr den Gottesdienst zum Buß- und Bettag zu besuchen.

Ich bin angekommen und das fühl ich ganz tief in mir 🙂 50 ist toll 🙂

Es wird wohl

die nächste Woche hier ruhiger werden… Heute mittag zuerst noch Thera, dann geht es ins Wochenende und den heißersehnten Urlaub 🙂   Morgen früh haben wir mal nix vor, das heißt evtl. ein wenig länger schlafen, einkaufen und dann auf den Anruf der Pfarrerin warten 🙂 Da freu ich mich schon ganz doll drauf 🙂 Irgendwann am WE mal klar werden, was ich für Dienstag kochen will und mal Listen erstellen, was wir am Montag nach dem Standesamt, dann wird aus der Lebenspartnerschaft eine Ehe 😀  und nach dem Werkstatttermin mit beiden Wagen, alles einkaufen müssen. Je nachdem für was ich mich entscheide muß ich Montags schon anfangen zu kochen. Backen überlasse ich, denke ich mal Jim, evtl. bestell ich am Samstag eine Geburtstagstorte. Irgendwie ist mir nach Frankfurter Kranz 😉

Highlights die nächsten Tage:

  • Evangelisch werden und das endlich besiegeln 🙂
  • Heiraten 😀 sprich die Umwandlung machen lassen
  • 50 Jahre alt werden 😉

Und nach dem ganzen Trubel hab ich noch 3 Tage Freizeit für mich. Jim wird wohl am Mittwoch morgen wieder nach HD fahren, zumindest hat er es bis jetzt vor. Der alte, verheiratete, evangelische Sack wird es sich dann gut gehen lassen 🙂

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende und eine gute Zeit bis wir uns wiederlesen. Paßt auf Euch auf da draußen!