Dinge jeden Tag neu sehen

IMG_20180328_075727.jpg Das können wohl die wenigsten von uns… Umso mehr freut es mich, wenn es dann wirklich mal passiert 🙂 Wie heute morgen in der Küche. Seit dem ich denken kann, wollte ich eine durchgängige Arbeitsplatte in der Küche, die auch Fensterbank ist. In meinem ersten Haus mit meiner Exfrau kam es nie dazu. Die kurze Zeit danach in meiner Mietwohnung auch nicht. Beim Kauf meines jetzigen Hauses auch nicht, aber als wir vor drei Jahren die komplette untere Etage renovierten, incl. neuer Küche, neue Fenster, neue Türen, neue Terrassentür… Da konnte ich den langgehegten Wunsch von mir umsetzen 🙂 Ich hab mich damals als alles neu war, wochenlang darüber gefreut. Mittlerweile ist es selbstverständlich geworden. Aber heute morgen war wieder einer dieser kostbaren Momente: Es zu sehen wie beim ersten Mal 😀 Und das Freuen darüber, daß ich das jetzt habe 🙂 Auch das ist Seelenfutter 🙂

Wie das Klavierspielen. Als ich gestern nach Hause kam, hat mich mein Nachbar abgefangen, ob ich schon dabei wäre Angebote für das Streichen der Häuser einzuholen. Die Häuser stehen unter Denkmalschutz und mein Nachbar rechts und links, wir drei müssen gemeinsam streichen lassen. Auch mit der vorgegebenen Farbe des Kurators! Vor Jahren wollte ich das schon, aber beide Nachbarn haben ständig gesagt, daß ihnen das Geld fehle und sie nicht könnten etc. Letztes Jahr hat es mir gereicht und ich sagte ihnen: Nächstes Jahr lasse ich streichen und notfalls wird eben eine Trennlinie rechts und links gezogen, das sieht mittlerweile so verwittert aus, daß ich mich für den Eingangsbereich schäme. Sie schluckten beide und meinten sie versuchen es. Als wir vor drei Jahren unten den Riesenumbau mit Renovierung hatten und die Terrassentür erweitert haben, mußte hinten ja gestrichen werden, bzw. die Farbe ausgebessert werden. Die Maler haben einfach das verwitterte Gelb neu angemischt und gestrichen. Das war so gut und paßte genau zur alten Farbe, daß Jim flugs sich den Rest Farbe geschnappt hatte und bei uns vorne auch gestrichen hat. Also sieht unser Haus vorne nicht so oll aus wie die beiden Nachbarhäuser. (aber nicht so oll heißt auch nicht top 😉  ) Da die drei Häuser aber praktisch nahtlos ineinander übergehen sehen die beiden anderen noch schäbiger aus, weil bei  uns ja aufgefrischt wurde (aber nur bis Höhe Haustür und dann hat Jim das geschickt auslaufen lassen). Auf jeden Fall hat der eine Nachbar nun gemeint: Sorry, ich schaff das dieses Jahr nicht. Er ist nun schon in der 7. Woche Krankenschein, hatte einen Bandscheibenvorfall und wurde operiert, geht nach Ostern in Reha. Ich hab ihm gesagt, mach Dir keinen Kopf, wir gehen es nächstes Jahr an, ich hab ja ein wenig Entlastung bei mir. Ich mag ihn sehr und auch seine beiden Mädels, 5 und 1,5 Jahre alt, die im Sommer ja gerne zu uns auf die Terrasse kommen (zumindest die Größere) und wir gemeinsam malen oder auch schon mal am Klavier waren 🙂 Und mit seiner Frau bin ich sogar um ein paar Ecken verwandt 😉 Saarland eben 😉
Nach eine halben Stunde Gespräch hab ich dann aber gesagt: B. ich muß nun aber los. Ich bin früher von der Arbeit weg und will noch Klavier spielen. Er sagte dann: Finde ich klasse, letztens hast Du auch recht lange gespielt, ich hab im Haus den Fernseher ausgemacht und einfach zugehört. Da wurde ich schon rot 🙂 Er sagte noch, daß ihn das nicht störe, im Gegenteil, auch nicht wenn ich übe. Aber Tonleitern findet er nicht so doll 😉 Und wenn ich spielen will, auch gerne gezielt um 20:00 Uhr, das ist die Zubettgehzeit seiner Größten und die sagt dann immer, sie muß leise sein, weil Roberto spielt, damit sie mich nicht stört. Und sie schläft besser ein, sonst zetert sie immer so rum wenn sie ins Bett muß. Da war ich schon baff 🙂
Ich sagte dann zu ihm: Aber halt Dir besser heute die Ohren zu, ich muß ein neues Stück proben und das läuft ja immer total zäh und unmelodisch. Ich spiele aber an dem ePiano, das mach ich leiser. Er meinte nur das muß ich nicht und dann verabschiedeten wir uns.
Frischen Mutes ging ich dann ins Haus, legte ab, trank was und ging zielstrebig zu Lucia und übte den Canon. Etwas über eine Stunde, dann hat sich der Rücken lautstark gemeldet und auch der Hunger. Erstmal ein paar Dehnübungen absolviert und dann ging es in die Küche. Dort hab ich mir drei Toast gemacht eine Tasse Kaffee dazu getrunken und bin dann nochmals ans Klavier. Aber nur noch für eine halbe Stunde. Die Konzentration ließ nach und dem Rücken gefiel es ganz und gar nicht.
Später im Haus gekruschelt und dann bin ich irgendwann auf dem Sofa gelandet.
Also hab ich die freien Stunden richtig genutzt und wie ich schon schrieb. Seelenfutter genossen 🙂
Heute abend geht es nochmal in die Massage. Ich hoffe, daß der Physio die verhärteten Stränge bald mal locker bekommt 🙂 Danach Stille Zeit in der Kirche und dann geht es nach Hause.
Ich bin schon osterlich freudig gestimmt 🙂
Einkäufe mach ich morgen und am Samstag, drüber nachdenken mag ich noch nicht so wirklich.
Paßt auf Euch auf da draußen!

Advertisements

Das Meeting war

dann um halb drei zu Ende und ich bin platt.

Klar, aber ich mach auch nicht mehr lang. Um halb 5 hau ich ab denke ich 🙂

Gestern hatte ich in einem Drogeriemarkt eine witzige Begegnung:

Vor mir eine junge Mutter mit einem Kleinkind im Wagen. Sie lud alles aufs Band, die Kleine (max. 3 Jahre) saß in dem Sitz im Einkaufswagen und schaute mich an :). Ich lächelte gequält mit meinem vollen Korb glutenfreier Brotbackmischungen (da dieser schwer war) und das Kind strahlt mich an und sagt: Opa! 🙂

Die Mutter dann ganz entsetzt: Nein Sophie, das ist nicht Opa. Ich schon herzlich gelacht und meinte nur: Bart ist Bart, ich muß ihm ähnlich sehen 😉

Die Mutter lachte dann auch und war sichtlich erleichtert, das ich es mit Humor nahm.

Das passiert halt, wenn man sich mit 47 einen Bart stehen läßt, der fast schneeweiß ist 🙂