Da bin ich nochmal

mit ein wenig mehr Zeit 😉

Heute morgen war ich noch beim Arzt wegen dem Fuß. Er unterstützt das mit der Strahlenbehandlung, hat mir eine Überweisung geschrieben, nun muß ich erst mal Termine kriegen… Die Praxis, die er mir empfohlen hat sind bis November dicht 😦

Letzten Montag hab ich ganz spontan einen neuen Fernseher fürs Wohnzimmer gekauft. Mir schwebt seit 3 Jahren so ein Curved Modell vor, die kamen kurz nach meinen Neukauf vor 3,5 Jahren raus. Aber damals das erst ein halbes Jahr alte Gerät wieder verkaufen war mir zu blöd. Letztes WE hatte Jim nun irgendwie angefangen nach den Geräten zu surfen und irgendwie nicht aufgegeben. Sonntags meinte er dann, Modell xy gefällt ihm, sollen wir das nicht holen… Lange gewehrt hab ich mich nicht 😉 aber gesagt, ich schau am Montag in der Mittagspause erst mal bei MM. Dort wurde ich auch fündig, es war 180 Euro teurer, hab aber dann die Komfortlieferung rausgehandelt. Vor Ort kaufen ist auch mal schön 🙂 Nächste Woche Dienstag mach ich HomeOffice, das Teil wird dann geliefert, ausgepackt und der Fuß wird angeschraubt, anschließen mach ich lieber selber 😉

Nun kam die Frage hoch: Wer bekommt den „alten“ Fernseher? Den zu verkaufen (obwohl ein Samsung HighEndModell aus der 8er Serie, 3D und was weiß ich nicht noch alles…) bringt nix, die Leute zahlen ja nix mehr dafür. Und den für 300-400 Euro wegzugeben, hätte mich schwarzgeärgert, das Teil hat seinerseit über 2000 Euro gekostet. Also hab ich kurz überlegt und gesagt: Neffe2 (meine Schwester hat 2 Söhne, bei dem 1. bin ich Pate) ist gerade mit seiner Freundin zusammengezogen, Einweihungsgeschenk wollten wir eh noch besorgen…. Jim meinte ist o.k., also rief ich Neffe2 gestern an und fragte ihn aus was für ein Gerät sie aktuell hätten. Da die beiden gerade Anfang 20 sind (Sie 22, Er 24) ist natürlich noch nicht viel Geld da, zumal Sie noch in der Banklehre ist und Er mit seiner Ausbildung mal gerade 3 Monate fertig ist. Also hab ich ihm gesagt, wenn sie wollten bekämen sie das 55″ Teil. Neffe2 war total sprachlos, wir haben dann noch die Maße verglichen ob er bei ihnen reinpaßt und ja: Die Freude und Dankbarkeit des Jungen haben mich total gefreut. Heute hat er mir wieder eine WhatsApp geschrieben er kann es noch nicht glauben 🙂 Und das tut mir gerade unendlich gut. Lieber den beiden ein unverhältnismäßig teures Einweihungsgeschenk machen, als irgendeinem Depp meinen Fernseher unter Wert verkaufen 🙂

Ansonsten freu ich mich darauf nachher meinen Mann in die Arme nehmen zu können und heute abend schick essen zu gehen 🙂

Paßt auf Euch auf da draußen und ein wunderschönes WE wünsche ich Euch 🙂

 

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Der Sonntag

war dann noch ganz gemütlich, nach dem kleinen Abenteuer in der Kirche 😉

Ich bin ganz normal um halb neun aufgestanden,  um um 10 Uhr in Richtung Kirche zu tapern. (Doppel um sieht doof geschrieben aus, ist aber wohl richtig…)  Zwar beginnt der Gottesdienst erst um halb elf, aber ich brauche noch meine Zeit für mich, in meiner Bank und meine innere Einkehr. Der Gottesdienst verlief ganz normal, bis auf die Predigt, einer unserer Ruhestandsgeistlichen war wieder da und er hielt eine in Phasen auch die Kirche kritisierende Rede, was zum Schluß auch mit Applaus belohnt wurde.

Ich will da jetzt gar nicht groß drauf eingehen, aber ich bin froh, daß er auch ab und zu die Messe hält, denn obwohl geweihter Priester, hat er den Boden zur Realität nie verloren und eine gewisse Objektivität der katholischen Kirche gegenüber.

Nach dem Gottesdienst ist dann ja die ScholaProbe. Ich mußte noch dringend für kleine Sänger und bin außen rum zur Toilette (Anbau an der Kirche) gegangen, weil ich den Weg durch den Vorraum der Sakristei nicht gerne nehme. Auf dem Rückweg hab ich diesen aber genommen und prompt haben mich zwei Herren (aus dem Pfarrgemeinderat) vorne am Altar zu sich gerufen, neben ihnen stand eine Leiter unter einer Lampe. Sie seien beide zu klein die Birne zu tauschen, ob ich es wohl mal versuchen würde. Ich mußte grinsen, denn schon während des Gottesdienstes war mir aufgefallen, daß da eine Birne kaputt war und der Gedanke kam hoch in mir: „Mal gespannt wie lange der Austausch mal wieder dauert!“. Nun konnte ich ja alleine schon wegen dem Gedanken nicht Nein sagen und bin dann auf eine Aluleiter hochgestiegen, die mindestens 2 Meter hoch war, beide hielten sie noch zusätzlich fest. Und dann stand der 1,90 m große Mann mit seinem Kopf fast 4 Meter hoch im Altarraum und mußte auch noch die Arme nach oben strecken um die Birne rauszudrehen. Natürlich war mir mulmig. Ich hab dann die Birne rausgedreht, sie gaben mir eine andere an, die ging aber auch nicht. Die nächste auch nicht und dann sagte einer: Ich muß mal in den Keller schauen ob da noch welche sind. Ich stieg also von der Leiter, mit leicht zitternden Beinen und wartete unten mit dem anderen Herrn auf den Suchenden. Zwischenzeitlich kam WB (mein Scholabruder) mit CB aus der Sakristei und CB die ja auch ehrenamtlich Küsterin ist meinte dann nur: „Gute, daß die ausgetauscht wird“ WB meinte nur: „R. du weißt, daß Du nicht versichert bist, wenn da was passiert“

Und ich dachte nur: DU ARSCH. Er kann nichts für seine Körpergröße die mal mit Ach und Krach 1,75 m ist. Aber er kann was für seine negative Einstellung die seit drei Jahren schlimmer und schlimmer wird. Vor allem, weil bestimmt keinem wohl zu Mute ist, wenn er eine wackelige Leiter (die war neu und aus Alu, trotzdem wackelt sie) hochsteigen muß, da braucht man nicht auch noch so einen Dummspruch!

Zum Glück kam der Suchende aus dem Keller und hatte zwei weitere Testobjekte in der Hand. Ich stieg also auf die Leiter und wechselte und die erste funktionierte gleich. Dann stieg ich wieder runter und war froh nicht mehr hoch zu müssen 🙂

Also war an diesem Tag meine Gute Tag vollbracht. Ich muß sowieso wieder viel mehr im 365er Club machen. Das hab ich total vernachlässigt.

Die Probe lief danach auch ein wenig holprig, weil ich WB einfach auch mal mehr als sonst die Stirn bot. Mir ging sein Gezicke mehr als sonst auf den Zeiger, wohl dem Hochgefühl entsprungen heil von der Leiter gekommen zu sein 😉

Wir singen ein wunderschönes Lied zu Ostern, Gregorianik. Wir haben das auch schon vor Jahren mal gesungen, die Grundlagen sind noch da, auch tausdend Randnotizen auf unseren Notenblättern. Auf jeden Fall hat er mit CB mal wieder über gewisse Längen und Nichtlängen von Noten diskutiert und er hatte sich bspw. bei zwei Punktierungen eine Klammer um die Noten gemacht. Ich hatte mir damals einfach nur ein K für Kürzer drunter gepinselt. Nun lagen WB und ich beim acapella nicht aufeinander, gerade an diesen Stellen, denn ich war schneller. Also danach wieder Diskussion und mir ging der Gaul durch. Ich sagte nur: Der Mist reicht mir. Ein punktierter Viertel ist anderhalb mal so lang wie ein viertel und wir sind im 4/4 Takt. Also muß das Teil kürzer als eine halbe Note gesungen werden, aber länger als ein Viertel. Da wir sowieso immer zu lang die Note gesungen haben, singen wir sie jetzt als Viertel. Zumal in der Version die CB nutze, sowieso keine Punktierung hinter der Viertel war. Dann drückte ich WB den Stift in die Hand und sagte: Streich die Punktierung durch und laß es uns nochmal singen.

CB sagte gar nix, grinste aber. Jim grinste sowieso, denn erkennt das Stück noch gar nicht und muß sich erst einfinden und die Jungs waren nicht da. WB hat dann wortlos die Punktierungen gestrichen und dann sangen wir es nochmal und oh Wunder, es paßte.

Ich hab echt keinen Bock mehr auf die kleine Tenordiva solche Rücksicht zu nehmen. Er ist zwar CBs Mann aber wir in der Schola sind alle gleichberechtigt.

Und alles was der liebe WB mir an Musikwissen und -theorie voraus hatte, durch sein Sambatrommeln spielen (muß man da Noten lesen können?) hab ich locker aufgeholt. Es war mal nötig hier einen Punkt zu setzen 🙂

Zu Hause dann haben Jim und ich dann endlich gefrühstückt. Danach ging ich ans Klavier. Hab die Nuvole fast eine Stunde geübt, mich wieder an die 141 rangesetzt, an das Bach Menuett, aber da wollen meine Finger nicht so wie ich will und das On my own verfeinert. Alles auf dem Schimmel, auch wieder mit offenen Deckel 🙂 Schön wars.

Abends gab es dann noch warm zu essen und der Tag endete auf der Couch vorm Fernseher.

Ein super gelungenes WE 🙂

Ach ja, den Spruch der Woche will ich Euch ja nicht vorenthalten:

Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluss entzieht.

Epiktet

In einer frechen Roberto-Version: Werd locker Alter! 😉